HBL
Domstädter behalten die Nerven: Heimsieg gegen Erlangen nach spannendem Finish
HSG Wetzlar vs. HC Erlangen - Game Highlights
Foto: Vogler
Die HSG Wetzlar hat sich in der DAIKIN HBL gegen den HC Erlangen mit 29:26 (14:12) durchgesetzt. Nach zwischenzeitlich klarer Führung wurde es in der Schlussphase noch einmal eng, ehe Niklas Theiß mit entscheidenden Aktionen den Heimsieg vor 4.251 Zuschauern in der Buderus Arena sicherte.
Von Beginn an war klar, dass den Gastgebern diese Partie nicht leicht von der Hand gehen würde. Der Druck, der auf dem Tabellen-16. lastete, war in vielen Aktionen zu spüren. Erlangen musste zwar auf wichtige Spieler verzichten, kam aber im Angriff gut in die Partie. Mittelmann Sander Overjordet organisierte die Offensive gekonnt. Ihn bekamen die Wetzlar in den ersten 20 Minuten nicht unter Kontrolle. Immer wieder war der Norweger Ausgangspunkt gelungener Aktionen. Deswegen lagen die Franken bis zum 10:9 (20.) zumeist immer knapp vorne. Doch Trainer Rúnar Sigtryggsson reagierte goldrichtig. Der Isländer stellte die Abwehr um – ein Schachzug, der voll aufging und das das Spiel maßgeblich veränderte. Die Grün-Weißen agierten mit einer 5:1-Deckung. Philipp Ahouansou spielte den Part auf der weit vorgezogenen Spitze und schränkte Overjordet in seinem Tatendrang massiv ein. Wären die Gastgeber konsequenter mit ihren Chancen umgegangen und hätten etwas mehr Ruhe in ihren Offensivaktionen gehabt, die Führung wäre zur Pause schon deutlicher ausgefallen als mit zwei Treffern (14:12).
Nach Wiederbeginn setzte sich die Dominanz der Domstädter fort. Vor allem die Außenspieler Ahmed Nafea und Cyrill Akakpo zeigten sich treffsicher. Dazu setzten Justin Müller und Philipp Ahouansou immer wieder wertvolle Akzente. Müller war es, der beim 23:17 in der 48. Minute die deutlichste Führung des Abends herauswarf. Doch es wurde noch einmal eng. Der HC Erlangen blieb dran, die Grün-Weißen kamen ins Nachdenken. Beim 24:26 dreieinhalb Minuten vor Schluss verkürzte der HCE auf zwei Treffer. Doch jetzt drehte Niklas Theiß auf. Der Linkshänder bereitete das Tor von Josip Simic zum 27:24 vor und traf jeweils zum 28:25 und 29:26 selbst. Der Sieg war eingetütet. Die Freude der 4251 Zuschauer in der fast ausverkauften Buderus Arena kannte keine Grenzen.












