2. HBL
Spitzenposition untermauert: Bietigheim feiert Auswärtssieg in Coburg
HSC 2000 Coburg vs. SG BBM Bietigheim - Game Highlights
Foto: HSC 2000 Coburg
Der HSC 2000 Coburg belohnte sich gestern Abend nicht für einen couragierten Auftritt gegen den Tabellenersten der 2. Handball-Bundesliga aus Bietigheim. Nach einer vor allem in der ersten Halbzeit überragenden Leistung der Vestestädter, setzte sich die Klasse des Bundesliga-Absteigers dann doch mit zunehmender Spieldauer durch. Letztlich verloren die Schützlinge von Trainer Anel Mahmutefendic mit 22:27.
Zunächst sah es aus HSC-Sicht gar nicht gut aus: Bietigheim startete richtig gut in die Partie und lag nach sechs Minuten schon mit drei Toren vorne (1:4). Doch angepeitscht von einer gut gefüllten HUK-Arena entwickelte sich in der Folge ein munteres Spiel, in das die Coburger immer besser herein fanden. Die Mannschaft von Trainer Anel Mahmutefendic bekam vor allem in der Defensive immer besseren Zugriff, und Torwart Fabian Apfel wuchs ebenfalls über sich hinaus.
HSC Coburg mit toller Leistung in Halbzeit 1
Sechs Paraden zeigte der zweite Keeper des HSC, dessen Vertrag bis 2028 verlängert wurde, alleine im ersten Durchgang. Ihm war es zu verdanken, dass sich auch der HSC mal einige wenige Fehlwürfe und technische Regelfehler leisten durfte. Selbst vom Strich überwanden die Bietigheimer Apfel nicht: Wolf setzte seinen Versuch beim Stand von 9:8 an den Pfosten.
Berauscht von der eigenen Leistung und dem frenetischen Publikum zogen die Coburger in der Folge auf 12:8 davon, SG-Coach Iker Romero reagierte prompt mit der ersten Auszeit des Spiels (24.). Die Wende gelang im ersten Durchgang indes nicht mehr. Der HSC ging mit einer 13:10-Führung in die Kabinen, Nils Röller setzte den Ball im letzten Coburger Angriff zu hoch an.
Nach der Pause kamen die Gäste wie verwandelt zurück auf die Platte: Mehr Tempo, mehr Zugriff, weniger Fehler. So war der Drei-Tore-Rückstand aus der Halbzeit schnell wieder wettgemacht: In der 37. Minute erzielte Moritz Strosack den Ausgleich zum 15:15. Mahmutefendic reagierte sofort mit seiner zweiten Auszeit an diesem Abend.
SG BBM Bietigheim zieht in der Crunchtime davon
Es entbrannte nun ein offener Schlagabtausch, bei dem es auch auf das Publikum ankam. Röller peitschte die Menge in der HUK-Arena mehrfach an. Und tatsächlich bot Coburg, bei dem nun der teils unbedarft agierende Jugendspieler Marks Lilienfelds die Chance bekam, dem Tabellenführer für lange Zeit die Stirn. Romero nahm beim Stand von 20:19 in der 49. Minute die nächste Auszeit.
Und setzte in dieser wohl die entscheidenden Impulse für die Crunchtime. Bietigheim übernahm kurz darauf mit 21:20 die Führung und sollte sie an diesem Abend nicht mehr abgeben. Sinnbild dafür: Eine schöne, schnelle und vor allem schnörkellose Kombination, die Jonathan Fischer mit dem 22:20 krönte. Und der HSC? Leistete sich nun reihenweise Fehlwürfe.
Da nutzte auch ein letztes Timeout von Mahmutefendic beim Stand von 21:25 nichts mehr. Bietigheim war schon zu diesem Zeitpunkt vorentscheidend davon gezogen und spielte die Partie im Stile einer routinierten Spitzenmannschaft zu Ende. Der Endstand lautete schließlich 27:22, den Schlusspunkt setzte Arkadiusz Ossowski.












