2. HBL
Coburg gelingt Auswärtssieg in Hüttenberg
TV 05/07 Hüttenberg vs. HSC 2000 Coburg - Game Highlights
Foto: Heinrich
Mit einem 36:30 (18:15)-Auswärtssieg in Hüttenberg hat der HSC 2000 Coburg sein Punktekonto (28:26) wieder positiv gestaltet. Dank des Erfolges springen die Coburger in der Tabelle auf den achten Platz.
Wie aus Coburger Sicht zu befürchten war, stand HSC-Coach Anel Mahmutefendic ein Rückraumtrio nicht zur Verfügung: Marin Lisac zog sich im Training vor einigen Tagen eine Bänderverletzung zu und muss voraussichtlich einige Wochen pausieren, bei Pavels Valkovskis sind erneut Knieprobleme aufgetreten. Für Nejc Planinsek (muskuläre Probleme im Oberschenkel) kam ein Comeback noch zu früh. Immerhin kehrte Knauer nach Fußproblemen auf die Platte zurück – vorerst.
Auf das Eigengewächs und die beiden anderen etablierten Rückraumspieler, Helmersson und Ossowski, kam folglich jede Menge Arbeit zu. Das Trio machte einen guten Job, war in der ersten Halbzeit zusammen zehnmal erfolgreich. Angesichts der personellen Situation überraschte es fast ein wenig, wie flüssig das Coburger Offensivspiel lief. Die oftmals unangenehme 3:2:1-Deckung der Mittelhessen beeindruckte die Gäste, die von etwa 40 Fans begleitet wurden, reichlich wenig. Der HSC war bereits nach elf Minuten auf drei Tore enteilt (3:6).
Die Hüttenberger hatten früh ihre Probleme mit Petros Boukovinas – und dem Aluminium. Allein Kreisläufer Vit Reichl scheiterte zweimal an der Latte. Die Coburger waren nicht nur aus dem Rückraum gefährlich, sondern verstanden es auch, ihre Außen Jannes Krone und Jesper Schmidt immer wieder erfolgreich in Szene zu setzen.
Schmidt war es, der nach 19 Minuten erstmals ein Fünf-Tore-Polster herstellte (8:13). In der Folge spielten die Oberfranken für eine gewisse Zeit Sieben-gegen-Sechs. Eine Variante, die mittelprächtig funktionierte. […] Der HSC machte es da unter anderem dem auffälligen Danil Dyatlov etwas zu einfach. Dank einer sehr guten Angriffsleistung ging es für Coburg aber mit drei Toren Führung in die Kabine.
Spätestens jetzt ging der HSC personell auf dem Zahnfleisch. Jesper Schartl ersetzte Knauer im Rückraum. Im späteren Spielverlauf agierten der 19-jährige Schartl und der 18-jährige Lilienfelds sogar gemeinsam. Bei allem Talent fehlte den Gästen jetzt sichtlich die Substanz im Angriff. Der starke Helmersson benötigte nun noch breitere Schultern, als er an diesem Abend ohnehin schon hatte. Hüttenberg schaffte zwölf Minuten vor dem Ende den Anschluss (27:28) und hatte sogar die Möglichkeit auf den Ausgleich.
Doch die dezimierten Coburger kämpften wie die Löwen und generierten aus guter Verteidigung zwei einfache Tore: Krone traf im Tempogegenstoß, Bartlomiej Bis kurze Zeit später vom Kreis. Ossowski führte umsichtig Regie und bediente Krone auf der Außenposition. Plötzlich führten die dezimierten Gäste wieder mit vier Treffern und hatten den Auswärtssieg vor Augen.
Der TVH verlor nun auch ein Stück weit die Geduld, deckte zu offen und lief dadurch mehrmals ins offene Messer. Den Deckel drauf machte dreieinhalb Minuten vor dem Ende Bis mit dem Treffer zum 29:34. Gestenreich jubelte der Kreisläufer Richtung Coburger Fanblock. Die Schlusspointe gehört Petros Boukovinas: Der HSC-Keeper entschärfte einen Siebenmeter von Tim Rüdiger – die 14. Parade des Griechen.













