2. HBL
Dessau entscheidet Handballkrimi gegen Krefeld für sich
Dessau-Rosslauer HV 06 vs. HSG Krefeld Niederrhein - Game Highlights
Foto: Gunkel
Spannung bis zur letzten Sekunde: Der Dessau-Roßlauer HV setzte sich am 24. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga knapp mit 32:31 (17:12) gegen die HSG Krefeld Niederrhein durch. Vor mehr als 1.500 Zuschauern in der Anhalt-Arena behaupteten die Gastgeber nach zwischenzeitlichem Rückstand in der Schlussphase die Nerven und sicherten sich den Heimsieg vor der Länderspielpause.
Mit viel Tempo auf beiden Seiten startete die Partie zwischen dem Dessau-Roßlauer HV und der HSG Krefeld Niederrhein. Die ersten zehn Minuten verliefen ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Gäste aus Krefeld. Diese gingen in der fünften Minute nach einem Treffer von Niklas Michalski mit 3:1 in Führung. Die Biber bemühten sich jedoch, das Tempo hoch zu halten und glichen durch Jakub Powarzyński zum 5:5 wieder aus.
Erst ab Mitte der ersten Halbzeit gelang es den Hausherren, sich mehr Vorteile zu erspielen und diese auch in Tore umzumünzen. Yannick-Marcos Pust traf in der 17. Minute zur 10:8-Führung. Die Biber waren nun im Flow – sowohl im Angriff als auch in der Defensive. Zudem zeigte Torhüter Philip Ambrosius einmal mehr, warum er zu den besten Torhütern der Liga zählt. Zehn Paraden bei einer Quote von 45 Prozent gehaltener Bälle unterstrichen seine starke Leistung eindrucksvoll.
In den letzten elf Minuten der ersten Halbzeit kassierten die Dessau-Roßlauer nur noch zwei Gegentore und setzten sich Tor um Tor ab. Einen Wermutstropfen gab es allerdings: In der 24. Minute sah Mika Schüler nach einem seitlichen Treffer im Gesicht von Niklas Michalski die Rote Karte. Trotz der personellen Dezimierung ging der DRHV wenig später mit einer komfortablen 17:12-Führung in die Kabine.
In der zweiten Halbzeit konnte der Dessau-Roßlauer HV jedoch nicht an die Leistung der ersten 30 Minuten anknüpfen. Der Angriffsmotor stockte und auch in der Defensive hatte man nun zu oft das Nachsehen. Gute Chancen blieben ungenutzt, wodurch sich die Gäste von der HSG Krefeld Niederrhein wieder heranarbeiten konnten. Der Fünf-Tore-Vorsprung schmolz langsam, aber konstant dahin. In der 53. Minute gelang den Krefeldern schließlich beim Stand von 28:28 der Ausgleich. Kurz darauf gingen sie sogar durch Mike Schulz in Führung – ein erneutes Herzschlagfinale deutete sich an.
Die HSG blieb zunächst vorn, doch die Biber hielten dagegen. Fynn Gonschor glich vier Minuten vor Spielende zum 30:30 aus. Die Dessau-Roßlauer verpassten zunächst die Chance zur erneuten Führung, bekamen jedoch noch einmal die Gelegenheit – und nutzten diese. Fritz-Leon Haake traf in der 59. Minute zum 31:30.
Die Gäste glichen zwar per Siebenmeter noch einmal aus, doch die Biber hatten mit ihrem letzten Angriff die Chance auf die Entscheidung. Noch 26 Sekunden waren zu spielen, als DRHV-Cheftrainer Vanja Radić sein Team zur letzten Auszeit bat. Zudem mussten die Krefelder die Partie in doppelter Unterzahl beenden. Elf Sekunden vor der Schlusssirene traf schließlich Yannick-Marcos Pust zum 32:31. In der Anhalt-Arena hielt es nun niemanden mehr auf den Sitzen.
Krefeld bekam noch einmal die Chance auf den Ausgleich, scheiterte jedoch mit dem letzten Wurf im DRHV-Block. Am Ende gewinnen die Biber ein hart umkämpftes Spiel glücklich mit 32:31.













