2. HBL
Essen holt einen Punkt in Potsdam
1. VfL Potsdam vs. TuSEM Essen - Game Highlights
Foto: 1. VfL Potsdam
Der 1. VfL Potsdam kam in seinem Heimspiel am Freitagabend nicht über ein 32:32 (12:13)-Remis gegen den TuSEM Essen hinaus. Die Mannschaft von Emir Kurtagic kämpfte sich nach zwischenzeitlichem Vier-Tore-Rückstand eindrucksvoll zurück und glich in den Schlusssekunden aus.Wertvoller war der Punkt jedoch für die Gäste, die nun wieder die Abstiegsränge verlassen haben.
Anders als noch vor einer Woche in Krefeld, als man zur Pause einem Acht-Tore-Rückstand (13:21) hinterherlief und nur dank großer Moral einen Punkt mit in die Brandenburger Landeshauptstadt brachte (37:37), glückte den Adlern diesmal der Start in die Partie. Nicolas Paulnsteiner, Markus Mahr und Dustin Kraus sorgten für eine schnelle 3:0-Führung (3. Minute). Und: Zwischen den Pfosten glänzte Frederik Höler früh mit zwei parierten Siebenmetern.
Trotzdem kam der Gast anschließend besser ins Spiel und glich nach 13 Minuten zum 5:5 aus. Es entwickelte sich auf beiden Seiten ein Fehlerfestival mit wenigen Treffern – weil die Kurtagic-Sieben in mehr als 14 Minuten nur ein Tor erzielen konnte und immer wieder an Gäste-Schlussmann Finn Knaack scheiterte, übernahm Essen die Führung (8:6, 23.). Erst gegen Ende des ersten Durchgangs zappelte hüben wie drüben wieder öfter das Netz: Mit einer knappen 13:12-Führung für den TuSEM ging es in die Kabinen.
Zu Beginn von Abschnitt Nummer zwei erhöhten die Gäste aus dem Ruhrpott auf plus drei (15:12, 32.) und hielten die Adler auch danach auf Abstand. Sogar bis auf vier Treffer zog Essen mehrfach davon, nach 43 Minuten hieß es 20:24 aus Potsdamer Sicht. Erfreulich: Jungadler Rune Laskowski riss, wenn er auf der Platte stand, das Spiel an sich, erzielte sein erstes Zweitliga-Tor zum 21:24 (45.) und ließ bis zur Schlusssirene sogar noch zwei weitere folgen.
In jenem letzten Moment der Partie belohnte sich der Gastgeber für eine weitere Aufholjagd. Immer wieder verkürzte der VfL, konnte aber bis zur finalen Situation nicht den Ausgleich erzielen – um dann doch noch ganz spät für ein Happy End zu sorgen. Der Rückraum-Rechte Jannek Klein wuchtete mit seinen linken Arm das Spielgerät in die Maschen, traf zum 32:32 und verwandelte den Adlerhorst in ein Tollhaus.













