2. HBL
Hagen jubelt nach deutlichem Heimsieg gegen Krefeld
VfL Eintracht Hagen vs. HSG Krefeld Niederrhein - Game Highlights
Foto: Meyrich
Die Eintracht Hagen gewinnt klar mit 37:29 (19:16) gegen die HSG Krefeld Niederrhein und baut ihre Rückrundenbilanz auf 14:2 Punkte aus. Mit dem Heimsieg klettert das Team vorerst auf Tabellenplatz vier und geht mit einem guten Gefühl in die Osterpause.
Keine Überraschung beim Personal beider Teams: Die Eintracht trat wie erwartet weiterhin ohne den langzeitverletzten Max Öhler (Schulter) an, die Gäste gar komplett – beide Coaches konnten also fast aus dem Vollen schöpfen.
Torreich ging's los vor guter Kulisse von 1.454 Zuschauern in der Ischelandhalle, und torreich blieb es bis zum Ende. Beide Angriffsreihen zeigten sich vom Start weg gut aufgelegt, Ballgewinne durch gelungene Abwehraktionen oder Torhüterparaden blieben hingegen sehr rar. Die Eintracht legte zunächst knapp vor, Krefeld zog nach und ging durch zwei Treffer ins leere Hagener Tor beim 6:5 (9.) zum ersten (und einzigen) Mal in dieser Halbzeit und überhaupt am gesamten Abend ihrerseits in Führung.
Es sollte nicht das letzte „Empty-Net“-Tor bleiben. Gleich fünfmal (!) traf die Schmetz-Sieben in Abschnitt eins ins verwaiste Hagener Tor. Das war deutlich zu viel. Auf der Gegenseite wechselte Krefeld früh den Torwart (Finn Rüspeler für Pau Guitart Alguacil), die Eintracht zog wenig später nach (Dennis Wipf für Pascal Bochmann). Und der Schweizer in Hagener Diensten führte sich gut ein, parierte direkt zweimal und war mitbeteiligt daran, dass beim 14:11 (Norouzi/19.) erstmals eine etwas deutlichere Führung zu Buche stand.
Einmal mehr ging besagter Pouya Norouzi für die Eintracht voran, dicht gefolgt von Jan von Boenigk, Pierre Busch, Linus Kutz und Bene Israel. Kurzum: Offensiv waren die Grün-Gelben gut, weil breit aufgestellt. So blieb es bis zur Pause beim 3-Tore-Vorsprung, der gleichwohl das latente Gefühl nicht völlig ausräumen konnte, dass die Messe noch nicht gelesen war.
Zwei schnelle Wipf-Paraden eröffneten die zweiten 30 Minuten, Pierre Busch stellte per Siebenmeter auf 20:16 – die erste 4-Tore-Führung überhaupt an diesem Abend, die kurze Zeit später sogar auf 22:17 wuchs. Die Partie, sie war schnell wieder auf Betriebstemperatur. Sie hatte ein beidseitig hohes Tempo, und sie hatte auf Hagener Seite Dennis Wipf, der – wie schon im Hinspiel – im Eintracht-Tor zum Faktor wurde. Bis auf 50 (!) Prozent kletterte die Fangquote des 27-Jährigen zwischenzeitlich. Am Ende standen immer noch überragende 47 Prozent in der Statistik.
Zwischen fünf und sechs Toren pendelte sich die Eintracht-Führung nun ein. Eine schöne Kempa-Co-Produktion zwischen Pierre Busch und Jan von Boenigk war einer von vielen Höhepunkten einer temporeichen und nun zunehmend ruppigeren Partie – oftmals ohne die entsprechende Ahndung, weil die Unparteiischen Leonard Bona/Malte Frank ihre progressive Linie der ersten Halbzeit nun doch ab und an verließen.
Auf vier Treffer mogelte sich der Gast noch einmal heran, weil die Eintracht bisweilen zu kontaktlos deckte. Doch nach weiteren Wipf-Paraden und einer beherzten Richter-Aktion, die überdies noch Rot gegen Niklas Ingenpaß nach der dritten Zeitstrafe nach sich zog (54.), war die Partie wieder im Lot aus Eintracht-Sicht.
Und so hatten die Eintracht-Fans ihren Spaß, feierten – natürlich – Dennis Wipf, der einfach immer weiter hielt, aber auch den erst 17-jährigen Anton Trute, der in der Schlussphase Regie führte.
14:2 Punkte weist die Rückrundenbilanz der Grün-Gelben nun auf. Damit lässt es sich trefflich Ostern feiern, ehe es am Sonntag, 12. April, zum Auswärtsspiel nach Großwallstadt geht.













