2. HBL
Hagen schließt englische Woche mit Heimsieg ab
VfL Eintracht Hagen vs. TV 05/07 Hüttenberg - Game Highlights
Foto: Wittenberg
Am Sonntagnachmittag in der 2. Handball-Bundesliga gewann der VfL Eintracht Hagen in der Ischelandhalle mit 37:34 (18:15) gegen den TV 05/07 Hüttenberg. Damit steht die Eintracht mit einem Punkteverhältnis von 28:16 Punkten auf Tabellenplatz sechs.
Schon der Start in die gut besuchte Partie lieferte einen Vorgeschmack darauf, was der Tag bringen würde. Beide Teams waren vom Start weg im Vollgas-Modus. Intensiv in der Abwehr. Mutig in den Offensivaktionen. Aber der Gast performte zunächst deutlich effizienter. TVH-Keeper Yahav Shamir war von Minute eins im Match, nahm den Eintracht-Angreifern mehrere Bälle weg. 2:0, 3:1 und 5:2 – der Gast hatte keinerlei Anlaufschwierigkeiten.
Und die Eintracht? – Sie schien ein Stück weit genervt von sich selbst und ihrem holprigen Start, münzte das aber in positive Energie um. Beim 6:6 (Pierre Busch/11.) war erstmals der Ausgleich geschafft, fünf Minuten später (abermals Pierre Busch, diesmal indes vom Siebenmeterpunkt) stand gar eine 9:6-Führung zu Buche.
Diese – nennen wir sie „Wellenbewegungen“ in den Leistungskurven – waren an diesem Sonntagnachmittag ein Stück weit typisch für beide Teams. Jetzt kam der TVH wieder zurück, führte alsbald wieder mit 11:9 und 13:11, nur um letztlich mit einem 15:18-Rückstand in die Pause zu gehen. Trotz des spektakulären Freiwurftreffers von Paul Ohl in den „Knick“ des Hagener Tores.
Schon diese Halbzeit zeigte: Ein 3-Tore-Vorsprung hat in diesem Spiel nichts, aber auch gar nichts zu bedeuten. Was die Eintracht, im Guten wie im weniger Guten, in Abschnitt zwei unter Beweis stellte. Etwas mehr als vier Minuten waren gespielt in diesem unverändert hochintensiven Duell, da war er schon dahin, der Hagener Vorsprung.
Die wahrscheinlich entscheidende Phase einer zweiten Halbzeit, die die Eintracht fast durchgehend mit sieben Angreifern bestritt, dann ab dem 21:21: Binnen fünf Minuten legten die Grün-Gelben einen 6:0-Lauf hin, holten sich viele Abpraller, liefen kompromisslos jede Lücke an, trafen in Person von Pierre Busch extrem sicher vom Siebenmeterpunkt, kurz: Die Balance im Hagener Spiel passte nahezu perfekt.
Und so kämpfte sich der Gast zwar noch einmal auf 31:29 (Danil Dyatlov/54.) heran, doch zu mehr langte es nicht. Der im 1-gegen-1 unwiderstehliche Linus Kutz, die ähnlich durchsetzungsstarken Jan von Boenigk und Pouya Norouzi und nicht zuletzt die Übersicht von U23-Spielmacher Jonas Queckenstedt tüteten die Partie aus Hagener Sicht ein. Gewiss nicht immer fehlerfrei, aber immer mit jenem Willen, der notwendig ist, um die Fans zu begeistern. Die Tribünen, sie goutierten diese Einstellung des gesamten Teams und feierten den zweiten Heimsieg innerhalb von neun Tagen.













