2. HBL
Krefeld besiegt den Favoriten in Elbflorenz
HC Elbflorenz 2006 vs. HSG Krefeld Niederrhein - Game Highlights
Foto: Fleischer
Die HSG Krefeld Niederrhein konnte sich am 30. Spieltag der 2. HBL auswärts beim Favoriten HC Elbflorenz Dresden mit 28:27 (16:14) durchsetzen und verlässt vorerst die Abstiegsränge. Matchwinner ist Torhüter Pau Guitart mit 19 Paraden und einer überragenden Quote.
Trotz der langen Anreise am Spieltag starteten die Eagles hellwach in diese anspruchsvolle Auswärtspartie. Wie erwartet ersetzte Lars Jagieniak den verletzten Matija Mircic im Innenblock, ansonsten vertraute Trainer Mark Schmetz auf die gewohnte Startformation. Vom Anwurf weg überraschte er die Gastgeber mit der 7-gegen-6-Taktik, die hervorragend funktionierte. Die Hausherren verpassten dabei gleich dreimal die Chance, ins leere Tor zu treffen. Lediglich beim Stand von 6:6 war die HSG in der ersten Halbzeit nur einmal nicht in Führung, die zur Pause mit 16:14 hochverdient war. Die ersten 30 Minuten standen ganz im Zeichen der Torhüter: Pau Guitart lag im direkten Vergleich mit Dresdens Robin Cantegrei mit 11:8-Paraden vorne.
Auch in die zweite Halbzeit startete der spanische Schlussmann stark und parierte direkt den ersten Wurf der Gastgeber. Nach zwei Fehlwürfen und einem vergebenen Siebenmeter gelang Dresden zwar der Ausgleich, doch die Eagles blieben ihrer Linie treu. Gestützt auf weitere Paraden von Pau Guitart erspielte sich die HSG bis zur 42. Minute eine Drei-Tore-Führung. Dresdens Trainer André Haber reagierte mit einer Auszeit und brachte vor allem den Angriff seiner Mannschaft wieder in Schwung. Nachdem die HSG zwischenzeitlich mit vier Toren geführt hatte, verkürzten die Gastgeber auf 20:22. Die Eagles bewahrten jedoch Ruhe und setzten sich in der 51. Minute sogar auf fünf Treffer ab.
In der Schlussphase nahm Dresdens Coach eine weitere Auszeit, zunächst ohne Wirkung. Robert Krass erhöhte auf 26:20. Doch der Tabellendritte warf in der Crunchtime noch einmal alles in die Waagschale. Drei Minuten vor dem Ende musste Lukas Siegler eine Zeitstrafe hinnehmen, zudem verwandelte Dresden einen Siebenmeter zum 25:28. Der Vorsprung begann zu schmelzen: 34 Sekunden vor Schluss lag die HSG nur noch mit einem Tor in Führung. Eine Sekunde vor dem Abpfiff erhielten die Hausherren noch einen letzten Freiwurf aus zwölf Metern. Doruk Pahlivan versuchte es mit einem Schlagwurf durch die Mauer – doch erneut war Pau Guitart zur Stelle und sicherte mit seiner Parade den umjubelten Auswärtssieg. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff stürmten seine Mitspieler auf den Torhüter zu und feierten gemeinsam den Erfolg.













