2. HBL
Nervenstärke bewiesen: Potsdam bejubelt knappen Auswärtssieg in Coburg
HSC 2000 Coburg vs. 1. VfL Potsdam - Game Highlights
Foto: HSC 2000 Coburg
Der 1. VfL Potsdam hat sich am Samstagabend in der 2. Handball-Bundesliga einen hart erkämpften 27:26 (13:15)-Auswärtssieg beim HSC 2000 Coburg gesichert. In der mit 2.051 Zuschauern gut gefüllten HUK-COBURG arena entwickelte sich ein intensives und bis zur letzten Sekunde spannendes Duell, in dem die Potsdamer in der Schlussphase die besseren Nerven bewiesen.
Coburg erwischte den besseren Start und ging früh in Führung. Potsdam tat sich zunächst schwer, ins Spiel zu finden, während die Gastgeber ihre Chancen konsequent nutzten und sich im Laufe der ersten Halbzeit einen kleinen Vorsprung erarbeiteten. Zwar hielt der VfL immer wieder Anschluss, unter anderem durch Treffer von Markus Mahr, Nicolas Paulnsteiner und Dustin Kraus, doch Coburg blieb zunächst stabil und ging mit einer 15:13-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gäste deutlich. Die Potsdamer Abwehr stand kompakter, dahinter zeigte Torhüter Frederik Höler wichtige Paraden. Schritt für Schritt kämpften sich die Adler zurück. Treffer von Jannek Klein, Tim Niclas Schröder und Dustin Kraus sorgten dafür, dass Potsdam Mitte der zweiten Hälfte erstmals wieder die Kontrolle übernahm.
Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi. Beim Stand von 24:24 gut fünf Minuten vor dem Ende war alles offen. Markus Mahr übernahm Verantwortung und brachte sein Team per Siebenmeter und anschließend aus der Nahwurfzone mit 26:25 in Führung. Coburg glich zwar noch einmal aus, doch in der 60. Minute setzte Dustin Kraus mit einem wuchtigen Rückraumtreffer zum 27:26 den entscheidenden Schlag.
Die Gastgeber bekamen noch einen letzten Angriff, doch Jakob Knauer scheiterte mit dem letzten Freiwurf in der Schlusssekunde. Damit blieb es beim knappen Auswärtserfolg für Potsdam.
Stimme zum Spiel:
Tim Schröder (1. VfL Potsdam): "Emir schafft es oft die richtigen Worte zu finden in solchen Situationen und er hat es geschafft uns wach zu rütteln. Ich glaube schon, dass das der kleine Knackpunkt war im Spiel, der das Pendel in unsere Richtung umschlagen lassen hat. Aber am Ende muss man der Mannschaft wirklich ein riesen Kompliment machen. Sie haben den Kampf hier in Coburg angenommen, bei einem 6-Tore Rückstand Anfang zweiter Halbzeit, und das zeichnet uns einfach aus."













