2. HBL
Furiose Adler: Potsdam feiert deutlichen Sieg im Verfolgerduell gegen Nordhorn-Lingen
1. VfL Potsdam vs. HSG Nordhorn-Lingen - Game Highlights
Foto: Engel
Mit einer der besten Leistungen in dieser Saison hat der 1. VfL Potsdam die nächsten zwei Punkte erkämpft. Die Schützlinge von Trainer Emir Kurtagic besiegten zum Auftakt des 24. Spieltags am Freitagabend die HSG Nordhorn-Lingen im Verfolgerduell (Vierter gegen Fünfter) der 2. Handball-Bundesliga mit 34:23 (20:15).
Mit acht Toren (fünf Siebenmeter) war Linksaußen Nils Fuhrmann erfolgreichster Potsdamer, auch Nicolas Paulnsteiner bewies seinen Torriecher und ließ das gegnerische Netz insgesamt sieben Mal zappeln – beide blieben sogar ohne Fehlversuch. Für die Gäste von der niederländischen Grenze trug sich Tarek Marschall (5) am häufigsten in die Torschützenliste ein.
Die Partie, die Tim Niclas Schröder mit dem 1:0 eröffnete, begann vor 1507 Fans torreich: Keine fünf Minuten waren von der Uhr, da zappelte der Ball beim Stand von 5:4 für den Gastgeber bereits neun Mal in den Netzen. Beide Mannschaften waren bis zum 7:7 (11. Minute) temporeich unterwegs, anschließend flogen die Adler jedoch immer höher und höher.
Beim 11:8 (17.) war Potsdam erstmals mit drei Treffern in Front, Tim Hildenbrand warf von der Rechtsaußen-Position gar einen Vier-Tore-Vorsprung heraus. Und als Markus Mahr auch noch entschlossen aus dem Rückraum traf, eilte der VfL dem Tabellennachbarn endgültig davon – 15:10 (22.). Jener Vorsprung hielt bis zur Pausensirene: 20:15.
Auch nach dem Seitenwechsel war das erwartet enge Duell eher ein ungleiches: Die Hausherren schraubten das Resultat fast minütlich in die Höhe und spätestens, als Dustin Kraus aus dem Rückraum zum 30:20 (47. Minute) traf, war die Partie entschieden. Auch Torhüter Frederik Höler steigerte sich im Vergleich zu den Vorwochen und zeichnete sich mehrfach aus.
Den Schlusspunkt im Tollhaus MBS-Arena setzte Eigengewächs und Sportschüler Paul Hagen: Von Rechtsaußen blieb der Linkshänder cool und erzielte den 34. Potsdamer Treffer. Damit verabschiedet sich der VfL mit zwei verdienten Punkten und einem guten Gefühl in die Länderspielpause. Am 28. März (18 Uhr) geht es beim TV Hüttenberg wieder um Zählbares.
Stimmen zum Spiel:
Emir Kurtagic (Trainer 1. VfL Potsdam): „Es war ein schönes Spiel und eine tolle Atmosphäre in der Halle. Wir haben heute extrem davon profitiert, dass wir gut ins Tempospiel gekommen sind und uns schnell einen Vorsprung erarbeitet haben. Der Gegner wurde hektisch, das spielte uns in die Karten. Ich bin sehr zufrieden, es war sicher eines der besten Heimspiele in diesem Jahr. In der kommenden Pause wollen wir nun etwas Ruhe finden, regenerieren und Kraft tanken für das letzte Drittel der Saison.“
Mark Bult (Trainer HSG Nordhorn-Lingen): „Herzlichen Glückwunsch an Potsdam und Emir zum verdienten Sieg. Ich kann, was unser Spiel angeht, nicht viel Positives sagen. In der Anfangsphase konnten wir noch dagegenhalten, meine Jungs haben dann aber nicht mehr viel Zugriff bekommen.“













