2. HBL
Potsdam gewinnt Offensivspektakel: 38:34-Auswärtserfolg in Oppenweiler/Backnang
HC Oppenweiler/Backnang vs. 1. VfL Potsdam - Game Highlights
Foto: Becher
Der 1. VfL Potsdam sicherte sich beim HC Oppenweiler/Backnang einen 38:34-Auswärtssieg in einer intensiven, offensiv ausgerichteten Partie. Mit mehreren starken Zwischensprints kontrollierten die Potsdamer über weite Strecken das Spiel, während Fuhrmann, Kix und Hildenbrand mit prägenden Aktionen entscheidende Impulse für den Erfolg setzten.
Die Anfangsphase verlief ausgeglichen. Nach dem 0:1 durch Dustin Kraus glich Forstbauer zum 1:1 aus, ehe Sontacchi erstmals für Potsdam traf und Mengon kurz darauf für das 2:3 vorbereitete. Hildenbrand erhöhte über außen auf 3:4, doch Oppenweiler egalisierte mehrfach. Nach dem 5:5 durch Forstbauer legten die Gastgeber erstmals wieder vor, ehe Fuhrmann mit einem sehenswerten Wurf von außen zum 4:5 und später auch zum 7:8 beitrug.
Das Spiel blieb eng, bis Potsdam ab der 12. Minute mehr Stabilität fand. Nach mehreren Führungswechseln und einer knappen 8:9-Führung durch Siemers Siebenmeter wuchs der VfL zunehmend in die Partie hinein. Mengon bediente Fuhrmann klug, der zum 7:8 und später zum 14:16 traf. Zugleich zeigte Hildenbrand über die linke Seite wiederholt seine Qualität und ließ die Potsdamer Führung weiter anwachsen.
In der Schlussphase der ersten Hälfte nutzte der VfL eine starke Phase konsequent aus. Nach Treffern von Dederding und Gíslason auf beiden Seiten setzte Potsdam den nächsten Lauf: Über Marco Mengon (15:19, 30:54) ging es mit einem Vier-Tore-Polster in die Halbzeit.
Nach der Pause verteidigte Potsdam den Vorsprung zunächst souverän. Hildenbrand traf zum 14:17 und später auch von außen zum 18:20 (33:25). Oppenweiler versuchte das Tempo zu erhöhen und verkürzte durch Weiß und Forstbauer mehrfach, doch Potsdam hielt dagegen. Fuhrmann erhöhte vom Siebenmeter auf 17:20 und später auf 23:28 (43:14).
Besonders Marvin Kix übernahm im zweiten Durchgang immer mehr die Spielgestaltung. Er setzte Hildenbrand und Fuhrmann wiederholt geschickt in Szene und traf selbst wichtige Würfe – darunter ein sehenswertes Tor aus der eigenen Hälfte zum 21:26 (40:27). Auch am Kreis schaltete er offensiv clever, obwohl seine primäre Rolle im Rückraum lag.
Oppenweiler gelang es dennoch, die Partie offen zu halten. Dederding traf aus dem Rückraum zum 25:30, später zum 27:31 und schließlich auch zum 31:34 (54:17). Als Buck und Schmiedt auf 32:37 verkürzten, nahm Potsdam eine Auszeit, um Ruhe in die Schlussminuten zu bringen. Zwar vergab Fuhrmann noch einen Siebenmeter zum 33:38, doch der Sieg war nicht mehr in Gefahr.
Am Ende stand ein verdienter 38:34-Erfolg – getragen von einem effizienten Angriff, starken Einzelaktionen und einer abgeklärten Schlussphase. Der VfL Potsdam bewies erneut, dass er auch in hektischen Auswärtsspielen die Kontrolle behalten kann und fest zum Spitzenkreis der 2. Bundesliga gehört.













