2. HBL
Serie ausgebaut: Balingen-Weilstetten im14. Spiel in Folge ungeschlagen
HBW Balingen-Weilstetten vs. VfL Eintracht Hagen - Game Highlights
Foto: Schips
Der HBW Balingen-Weilstetten hat in der 2. HBL den VfL Eintracht Hagen deutlich mit 40:29 (18:13) besiegt und ist damit seit 14 Spielen ungeschlagen. Die Schwaben dominierten die Partie über weite Strecken und setzten sich in der MEY GENERALBAU ARENA klar gegen den Tabellenfünften durch.
Der VfL Eintracht Hagen wollte in Balingen keine Geschenke verteilen. VfL-Trainer Pavel Prokopec hatte sich einiges ausgerechnet. „Ich traue uns dort etwas zu“, meinte der Eintracht-Coach im Vorfeld der Partie, musste aber schon kurz nach Beginn des Spiels feststellen, dass in der Balinger MEY GENERALBAU ARENA die Trauben für seine Mannschaft ziemlich hoch hängen. Bevor seine Jungs so richtig im Spiel angekommen waren, lagen sie bereits mit 4:1 zurück. Und das, obwohl die Hausherren im vorletzten Heimspiel auf Mannschaftskapitän Tobias Heinzelmann, Mex Raguse und Bennet Strobel verzichten mussten.
Gästecoach Prokopec justierte frühzeitig nach. Er griff zum taktischen Mittel des siebten Feldspielers anstelle des Torhüters und sorgte damit in der Gallier-Abwehr immer wieder für Verwirrung. „Wir hatten immer wieder Probleme mit dem Sieben-gegen-Sechs“, meinte HBW-Coach Matthias „Matti“ Flohr in der abschließenden Pressekonferenz, lobte aber gleichzeitig seine Jungs dafür, dass sie immer wieder Lösungen gefunden haben.
Das Problem der fehlenden Kreisläufer – nach dem Ausfall von Heinzelmann und Strobel stand nur noch Stefan Bauer zur Verfügung – lösten die Gallier im Angriff mit vier Rückraumspielern. Das funktionierte überragend. Die Gäste konnten nach der deutlichen HBW-Führung zwar kurzfristig zum 6:6 ausgleichen, aber die Hausherren hielten an ihrem Konzept fest. Sie ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und konnten sich nach dem 11:11-Ausgleich in der 21. Spielminute wieder Tor um Tor absetzen. Mit einer deutlichen 18:13-Führung ging es schließlich in die Kabinen zur Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel machten die Gallier da weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatten. Als beim Stande von 26:17 in der 39. Spielminute der erste Zehn-Tore-Rückstand drohte, drückte der Eintracht-Coach den Auszeitbuzzer. Mit neuen taktischen Anweisungen schickte er seine Jungs zurück auf die Platte, aber viel geändert hat sich danach nichts. Der HBW hatte den Daumen fest auf der Partie. Auch in Unterzahl ließen sich die Schwaben nicht aus dem Tritt bringen. Nach einer Parade des starken Balinger Keepers Daniel Rebmann machte Kreisläufer Stefan Bauer, nach einem überragenden Anspiel von Yonatan Dayan, den HBW-Vorsprung zweistellig. Spätestens als die 30:20-Führung in der 45. Spielminute auf der Anzeigentafel aufleuchtete, war die Vorentscheidung gefallen.
Dem ganz stark aufspielenden Yonatan Dayan, der es am Ende auf insgesamt acht Treffer sowie acht weitere Anspiele brachte, die seine Mitspieler erfolgreich verwerteten, war es vorbehalten, mit seinem Treffer zum 34:23 in der 50. Spielminute den Deckel auf die Partie zu schrauben. Der Tabellenfünfte versuchte bis zum Schlusspfiff, das Ergebnis halbwegs im Rahmen zu halten, musste am Ende aber eine deutliche 40:29-Niederlage zur Kenntnis nehmen.












