2. HBL
Spektakel in der Hansehalle: Potsdam gewinnt Torfestival in Lübeck
VfL Lubeck Schwartau vs. 1. VfL Potsdam - Game Highlights
Foto: Medienwerk23
Der 1. VfL Potsdam hat sich am Mittwochabend in der 2. Handball-Bundesliga mit einem spektakulären 37:36 Auswärtssieg beim VfL Lübeck-Schwartau belohnt. In der Hansehalle vor 1.450 Zuschauern entwickelte sich ein temporeicher Schlagabtausch mit insgesamt 73 Treffern, in dem die Adler am Ende die besseren Nerven bewiesen.
Potsdam kam nur schwer ins Spiel, während Lübeck mutig und mit viel Tempo in die Partie startete. Bereits nach 5:38 Minuten nahm Trainer Emir Kurtagic seine erste Auszeit beim Stand von 6:1. Über schnelleres Umschaltspiel und konsequente Abschlüsse aus dem Rückraum erspielten sich die Gäste zunehmend ihre Chancen. Tim Hildenbrand traf mehrfach von außen, Nicolas Paulnsteiner setzte Akzente im Rückraum, sodass sich der VfL die Tore nach und nach erarbeitete.
Doch Lübeck-Schwartau ließ nicht nach. Angeführt vom treffsicheren Magnus Holpert und einem starken Spielmacher Janik Schrader nutzten die Gastgeber Ballverluste der Potsdamer konsequent aus und dominierten die Partie. Trotz zwischenzeitlicher Paraden von Maximilian Grundmann ging es mit einem 17:19-Rückstand aus Potsdamer Sicht in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und offensiv geprägt. Potsdam erhöhte den Druck im Angriff, Markus Mahr lenkte das Spiel klug und setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene. Hildenbrand übernahm Verantwortung und sorgte mit wichtigen Treffern dafür, dass der Anschluss gehalten wurde. In der 41. Minute fiel der Ausgleich zum 25:25, danach wechselte die Führung mehrfach. Beide Teams agierten mit hohem Tempo, nutzten konsequent die Räume, offenbarten defensiv aber auch Lücken.
In der Schlussphase spitzte sich die Begegnung dramatisch zu. Nach einer Roten Karte gegen Lübeck und einem verwandelten Siebenmeter schien das Momentum kurzzeitig auf Seiten der Hausherren zu liegen. Doch Potsdam verteidigte konzentriert und nutzte seine Chancen effizient. In den letzten zwei Minuten brachte William Reichardt den eigentlich sicheren Siegtreffer zum 34:37, ehe Lübeck noch einmal verkürzte. Mit der Schlusssirene zeigte die Anzeigetafel den Stand von 36:37.
Stimme zum Spiel:
Tim Schröder (1. VfL Potsdam): „Wir haben zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten gespielt. Wir verschlafen den Start komplett, dann steht es auf einmal 6:1 und das darf uns so nicht passieren. Die zweite Halbzeit lief dann aber deutlich besser, sowohl defensiv als auch offensiv. Ich glaube, wir verwerfen auch einfach zu viel über das ganze Spiel hinweg und da muss ich mich auch vorweg nehmen mit sechs Fehlwürfen. Das ist einfach zu viel gewesen und so konnte Lübeck uns das Spiel lange schwer machen.”













