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Wichtiger Auswärtssieg im Aufstiegsrennen: Balingen jubelt in Lübbecke

Donnerstag, 26. Februar 2026

TUS N-Lubbecke vs. HBW Balingen-Weilstetten - Game Highlights

Foto: Krato

Mit einem verdienten 27:25-Erfolg beim TuS N-Lübbecke hat der HBW Balingen-Weilstetten seinen zweiten Tabellenplatz erfolgreich verteidigt. Die Nettelstedter waren der erwartet unbequeme Gegner, der den Galliern alles abverlangte. Am Ende waren es die reifere Spielanlage, eine kompakte Abwehr und ein ganz starker Elias Huber, der über die gesamte Spielzeit hinweg immer wieder die richtigen Antworten auf die unterschiedlichen Spielsysteme der Hausherren fand.

Schwieriger Start in hitziger Atmosphäre

Als sich die Gallier auf den Weg nach Ostwestfalen machten, wussten sie, was sie erwartete. Der TuS N-Lübbecke hatte vor drei Tagen den bis dato zu Hause ungeschlagenen Tabellenführer, die SG BBM Bietigheim, niedergerungen und zwei unerwartete Punkte aus dem Schwabenland entführt. Die Mannschaft des ehemaligen Balinger Abwehrchefs Davor Dominikovic strotzte vor Selbstvertrauen, als sie kurz vor Spielbeginn in die mit etwas mehr als 1000 Zuschauern spärlich besetzte MERKUR Arena einlief.
Dementsprechend unbekümmert gingen die Hausherren ins Spiel, während der Tabellenzweite aus Balingen nervös begann. Es dauerte bis in die achte Spielminute, ehe auf Seiten der Gallier der erste Treffer notiert werden konnte. Top-Torschütze Sascha Pfattheicher erzielte per Strafwurf das 3:1. Der bärenstarke Elias Huber verkürzte auf 3:2 und wenig später war es erneut Pfattheicher, der für das 3:3 sorgte. Die Gallier waren nun im Spiel, dennoch legten weiterhin die Hausherren vor. Die Balinger suchten immer wieder nach Lösungen gegen die gut gestaffelte TuS-Defensive.

Auszeit als Wendepunkt

Nach dem 6:6-Ausgleich durch Tim Ruggiero-Matthes sah TuS-Trainer Dominikovic Redebedarf. Er drückte den Auszeitbuzzer und forderte einfache Lösungen und klare Aktionen. Doch seine Mannschaft setzte die Vorgaben nicht konsequent um. Zunächst ließ sie sich von Pfattheicher den Ball stibitzen und musste den ersten Rückstand (6:7) hinnehmen. Nach weiteren Fehlern und Ballverlusten stand es nur vier Minuten nach der Nettelstedter Auszeit 10:7 für den HBW.
Mit dem Pausenpfiff traf Merlin Fuß noch zum 14:10 für die Gallier. Obwohl die Schwaben zu Beginn der zweiten Hälfte in Unterzahl agieren mussten – Tim Ruggiero-Matthes hatte kurz vor dem Kabinengang eine Zeitstrafe kassiert –, bauten sie ihren Vorsprung schnell auf 17:11 aus. Dominikovic reagierte erneut mit einer Auszeit, wechselte nahezu komplett durch und stellte defensiv auf eine offensive 3:3-Formation um. Es war seine letzte Patrone, um ein größeres Debakel zu verhindern. Die Maßnahme griff, der Vorsprung schmolz wieder auf drei Treffer.
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Huber als Taktgeber und Unterschiedsspieler

Mit Elias Huber hatten die Gallier jedoch den Unterschiedsspieler in ihren Reihen. „Hubi“ fand immer wieder die richtigen Antworten auf die unterschiedlichen Spielsysteme der Hausherren. Entweder setzte er einen seiner Mitspieler mit einem tödlichen Pass in Szene oder er schloss selbst erfolgreich ab. Nach dem 26:22 durch Elias Fügel, der ein Anspiel von Huber verwertete, war die Partie in der 55. Minute nahezu entschieden.
Die Hausherren betrieben in der Schlussphase noch etwas Ergebniskosmetik, doch die Punkte gingen vom Wiehengebirge mit auf die Schwäbische Alb.
„Es war definitiv ein Arbeitssieg, aber wir hatten auch nichts anderes erwartet“, meinte HBW-Geschäftsführer Axel Kromer nach dem Schlusspfiff. Trainer und Mannschaft seien sich von Beginn an darüber im Klaren gewesen, dass sie bis zur letzten Sekunde alles investieren müssen, um die Punkte mitzunehmen. „Für uns war es mega wichtig, dass wir den Ausfall von Benedek Nagy mit einer starken Leistung von Daniel Rebmann und den von Mex Raguse mit der exzellenten Spielsteuerung von Elias Huber entscheidend kompensieren konnten“, sah Kromer einen der Schlüssel zum Erfolg.

Quelle: HBW Balingen-Weilstetten

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