2. HBL
Zwei Punkte vor heimischer Kulisse: Hagen bezwingt Lübbecke
VfL Eintracht Hagen vs. TUS N-Lubbecke - Game Highlights
Foto: Wittenberg
Die Eintracht aus Hagen hat das Märkische Bank Summer-Game gegen den TuS N-Lübbecke am Freitagabend verdient mit 32:27 für sich entschieden, weil nach ausgeglichener und bisweilen etwas zäher erster Hälfte nach der Pause viele Rädchen ineinandergreifen und das Gesamtpaket über weite Strecken stimmt.
Die Eintracht – wie angekündigt ohne Max Öhler und Bene Israel, dafür mit Moritz Bökenkamp, Anton Trute und Phil Kauert – startete mit einer Veränderung im Vergleich zur Vorwoche: Niclas Pieczkowski machte zunächst für Linus Kutz das Spiel in der Rückraummitte zwischen Pouya Norouzi und Jan von Boenigk. Und eben dieser Rückraum hatte von der ersten Minute an Schwerstarbeit zu leisten. Lübbecke deckte sehr kompakt, attackierte hart, aber nicht unfair, und zwang die Eintracht fast permanent ins Zeitspiel, weil Lücken Mangelware waren.
Aus einer Hagener 4:2-Auftaktführung (Pierre Busch/7.) wurde nach einem 0:3-Lauf (Sven Wesseling, Yannick Dräger, Niko Blaauw) ein 4:5-Rückstand (10.). Alles eng, alles intensiv, aber beidseitig nicht super-schnell. Die Eintracht nahm die vorgelebte Körperlichkeit dann allerdings besser an, konterte ihrerseits nach Ballgewinnen mit einer 4:1-Serie (Phil Kauert, Philip Jungemann, Josip Jukic und Pierre Busch zum 8:6/16.).
Letztlich war es ein Duell der unterschiedlichen Abwehrsysteme. Hier die oftmals auf Fehlerprovokation ausgelegte 5:1/3:2:1-Deckung der Eintracht, dort der 6:0-"Beton" aus Ostwestfalen. Spannend, zumal die Eintracht flexibel auch auf 6:0 zurückzog und das inklusive Pascal Bochmann im Tor gut machte. So blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Meist lagen die Grün-Gelben vor mehr als 2000 Zuschauern knapp vorne, aber sie kamen eben auch nicht weg. Im Gegenteil. Zwei schnelle Hagener Passfehler in Serie waren Wegbereiter für das 12:12. Mit einem 13:12 ging es in die Pause.
Die erste 3-Tore-Führung einer Mannschaft überhaupt an diesem Abend, sie ging fünf Minuten nach Wiederanpfiff auf das Konto des ganz starken Pierre Busch. Josip Jukic erhöhte kurz darauf ins leere Lübbecker Tor auf 19:15 (39.) – Zeit fürs zweite Team-Timeout von TuS-Trainer Davor Dominikovic. Den Hagener Lauf mit nun ganz, ganz starker Abwehr und wenigen Fehlern unterband das nicht. Bei Pierre Buschs 20:15 waren es fünf Treffer Abstand, „Steal-Master“ Pouya Norouzi legte das 22:16 nach – Resultat einer knappen Viertelstunde wie aus einem Guss.
In diesem Bereich pendelte sich die Eintracht-Führung dann ein. Nicht mehr ganz so perfekt wie in jener famosen Zwischenspurtphase, aber weiterhin sehr engagiert und kontrolliert. Einmal noch, bei Tim Wielings Siebenmeter zum 28:24 (54.), kam der TuS etwas näher heran, doch eine ganz feine Co-Produktion von Linus Kutz auf den eingelaufenen Phil Kauert bedeutete den direkten Konter. Und als André Alves kurz darauf per Siebenmeter die 30 vollmachte (30:24/56.), da war klar, dass bei der anschließenden Beachparty nicht nur draußen gute Laune herrschen würde. Sondern auch oben, unten, links und rechts.
Stimme zum Spiel:
Pierre Busch (achtfacher Torschütze VfL Eintracht Hagen): „Die erste Halbzeit war etwas zäh, beide Mannschaften haben sich bisweilen schwergetan. In der zweiten Hälfte setzen wir uns schnell ab und behalten die Punkte am Ende sicher hier. Wir haben in der Abwehr gute Arbeit gemacht, viele Bälle gewonnen. Das zeichnet uns ohnehin fast die ganze Saison über aus. So konnten wir etwas von dem gut machen, was wir in Bietigheim vernachlässigt haben.“












