LidlFinal4
Die Stimmen zum Halbfinale Lemgo vs. Berlin – Florian Kehrmann: „Es ist egal, wer Favorit ist“

Foto: Voigt
Eine Favoritenrolle gibt es im ersten Halbfinale des Lidl Final4 in Köln nicht – da sind sich die Trainer des TBV Lemgo Lippe und der Füchse Berlin einig. Auch, dass beide Teams sich sechs Tage zuvor schon duellierten, sei nicht von großer Bedeutung. Diese und mehr Stimmen zum ersten Halbfinale gibt es hier zusammengefasst.
Vor einer Woche standen sich die Füchse Berlin und der TBV Lemgo Lippe in der DAIKIN Handball-Bundesliga gegenüber. Am Samstag (15.45 Uhr, live bei Dyn und in der ARD) treffen beide Teams im ersten Halbfinale des Lidl Final4 um den DHB-Pokal in der Kölner LANXESS arena wieder aufeinander. „Das ist schon etwas komisch, dass es wieder Lemgo ist. Aber wir freuen uns vor allem auf ein Riesenevent“, sagte Füchse-Kapitän Max Darj im digitalen DAIKIN HBL-Medientermin drei Tage vor dem Turnierstart. Sein Team hatte das „Ligavorspiel“ am vergangenen Sonntag mit 34:33 in Lemgo gewonnen, nachdem der TBV mit exakt dem gleichen Ergebnis im Hinspiel siegreich war.
„Natürlich haben wir das Hinspiel analysiert, aber wir haben die Woche auch zur Regeneration genutzt. Jetzt beginnt die heiße Vorbereitung“, sagt Lemgos Trainer Florian Kehrmann, der 2002 als Spieler und 2021 als Trainer bereits DHB-Pokalsieger geworden war. Und Kehrmann spricht für alle Beteiligten, wenn er sagt: „Jeder ist sehr heiß drauf, jeder freut sich auf seine Art und Weise. Wir wissen, dass wir zum tollsten Event des Jahres fahren werden und das gilt es auch zu genießen.“
Eine Favoritenrolle sieht der Weltmeister von 2007 beim Lidl Final4 nicht, auch wenn der SC Magdeburg und die Füchse in der Tabelle oben stehen: „Jeder weiß, welche besonderen Momente in Köln entstehen können. Ich bin froh, dass ich als Spieler und besonders als Trainer relativ oft dabei war. Das macht einen stolz und weckt den Ehrgeiz, es jedes Jahr wieder zu schaffen. Aber was die Favoriten betrifft, ist es nicht vorhersehbar, das haben die letzten Jahre gezeigt. Für uns gilt: Wir machen unseren Job und haben Freude, dann ist es egal, wer Favorit ist. Wir werden versuchen, am Samstag zu gewinnen und dann auch am Sonntag.“
Für Nicolej Krickau entscheiden nicht die bisherigen Spiele gegen Lemgo, sondern: „Das wird eine mentale Sache, das ist bei einem solchen Turnier entscheidender als taktische Dinge. Jeder Verein geht mit dem Ziel, in Köln dabei zu sein, in die Pokalsaison. Alle vier Vereine gehen jetzt all-in, jeder will etwas von diesem besonderen Event mitnehmen. Und alle vier Vereine sind genau zwei Spiele von einem Titel entfernt.“
Wie Kehrmann sieht der Däne keinen Favoriten beim Lidl Final4: „Die Ligatabelle ist am Wochenende scheißegal. Wir haben gegen Lemgo einmal mit einem Tor verloren und einmal mit einem Tor gewonnen, daher erwarten wir ein enges Spiel in Köln. Es kann viel passieren, daher ist es für uns wichtig, so viel Kontrolle wie möglich über die Spiele zu bekommen. Aber das gilt für alle vier Mannschaften.“
Lemgos Kapitän Tim Suton war 2021 dabei, als Lemgo letztmals Pokalsieger wurde – und stand danach bei weiteren Finalturnieren auf dem Feld. „Das ist kein alltägliches Gefühl, sondern wird etwas Besonderes. Es ist gut, dass es einige von uns schon mitgemacht haben, das reduziert die Größe dieses beeindruckenden Events vor einem Riesenpublikum. Man muss es einfach schaffen, sich auf das Spiel zu konzentrieren.“ Auch Suton hat die Niederlage gegen die Füchse vor einer Woche abgehakt, denn: „Das wird ein ganz neues Spiel.“ Sein Berliner Pendant Max Darj spürt ebenfalls eine riesige Vorfreude: „Das ist eine besondere Arena, das ist das größte Publikum vor dem man spielen kann. Das ist eine coole Stimmung, man spürt etwas anderes als bei Ligaspielen.“













