2. HBL
HSG Nordhorn-Lingen baut Erfolgsserie weiter aus
TV Grosswallstadt vs. HSG Nordhorn-Lingen - Game Highlights
Foto: Müller
Die HSG Nordhorn-Lingen setzt ihren beeindruckenden Lauf in der 2. Handball-Bundesliga fort. Am Montagabend feierte das Team von Trainer Mark Bult beim TV Großwallstadt mit 36:34 (17:16) einen verdienten Auswärtssieg und damit den zehnten Erfolg in Serie. Dank des Sieges schob sich Nordhorn auf Rang vier der Tabelle vor und liegt mit 27:9 Punkten nur noch einen Zähler hinter den Aufstiegsplätzen.
Die HSG begann mit van der Merwe, Zintel, Bandlow, Wilhelm, Marschall, Ruddat und Lux. Für Letzteren rückte Sokolic in die Defensive. Und von Beginn an übernahmen die Gäste die Führung. Beim 3:5 durch Zintel nach feinem Kempa-Zuspiel von Bandlow lag unser Team zum ersten Mal mit zwei Toren vorn. Cool und souverän sah der Auftritt der Rot-Weißen aus, die ihren Vorsprung nicht nur verteidigten, sondern ausbauten. Dazu trugen auch fünf bis zum Seitenwechsel verwandelte Siebenmeter vom Ex-Großwallstädter Bandlow bei.
11:15 hieß es, als van der Merwe einen Strafwurf parierte (21.), doch auf der Gegenseite kam es nicht zum möglichen plus-5. Stattdessen spielte sich der im Winter aus Kiel geholte Keeper Nowottny nun zunehmend ins Rampenlicht. Dazu war der junge Rückraumschütze Battermann vorn kaum zu halten und traf bis zur Pause sechsmal (am Ende elf). Per Siebenmeter kam der TVG nach der Schlusssirene sogar zum Anschlusstreffer. Die HSG hatte am Ende die letzte Konsequenz vermissen und den Gastgeber wieder auf 16:17 herankommen lassen.
Die zweite Hälfte begann zunächst, wie die erste geendet hatte. Großwallstadt kam auf, profitierte nun auch von Entscheidungen der Referees und ging mit 20:18 in Front. Doch es geschah das, was wir in dieser Saison schon so oft erlebt hatten: Die Rot-Weißen blieben auch in dieser schwierigen Situation ruhig und schlugen zurück. Der heute durchgehend als sehr umsichtiger Spielmacher agierende Zintel schaffte mit seinem zweiten Kempa-Treffer den Ausgleich und kurz darauf ging die HSG ihrerseits wieder mit zwei Toren nach vorn. Als die Schiedsrichter beide Mannschaften in einer reichlich unübersichtlichen Situation dezimiert hatten, hieß es 22:24 (42.).
Wie in der ersten Halbzeit erhöhte unser Team, dem wenige technische Fehler unterliefen, wieder auf vier Tore (24:28; 47.) und hielt diesen Vorsprung bis in die Schlussphase. Überragender Mann bei der HSG war Bandlow, der nicht nur sämtliche zehn Siebenmeter verwandelte und die bisherige Saisonstatistik Lügen strafte, sondern noch weitere viermal einnetzte. 14 Tore in 14 Versuchen sind buchstäblich erstklassig. Nach der Partie sollte er im Übrigen von einem „brutal harten Stück Arbeit“ in seiner alten sportlichen Heimat sprechen. Doch auch der ebenfalls im Rückraum sehr auffällige Marschall ist zu nennen, dem in einem seiner besten Saisonspiele acht Treffer gelangen.
In der 52. Minute schöpfte der seit zehn Spielen sieglose TVG nochmals Hoffnung. Der unglückliche Rückkehrer Sokolic erhielt seine dritte Zeitstrafe und kurz darauf hieß es nur noch 29:31. Hüter kam in die Partie, agierte im 5:1 vorn und musste zudem im Innenblock ran, auch Potgeter erhielt nach einer weiteren Zeitstrafe gegen Wilhelm Einsatzzeit. Apropos: Acht Hinausstellungen bedeuteten am Ende doppelt so viele wie beim Gastgeber, der in diesem Ranking eigentlich Ligaspitze ist. Doch auch mit dezimiertem bzw. verändertem Personal behielten die Männer um Kapitän Zintel die Ruhe, ließen ihren Gegner nicht mehr näher heranrücken und feierten am Ende einen weiteren Auswärtssieg: Auf der Anzeigetafel stand 34:36 und die annähernd zwanzig Montagabend-Auswärtsfans der HSG, bei denen wir uns herzlich bedanken, feierten mit ihrer Mannschaft.














