2. HBL
Lübeck feiert in Essen den vierten Sieg in Folge
TuSEM Essen vs. VfL Lubeck Schwartau - Game Highlights
Foto: Thies
Mit Nervenstärke, cleveren Lösungen in der Crunch-Time und einem starken Nils Conrad im Tor hat sich der VfL Lübeck-Schwartau am Freitagabend in Essen mit 30:28 (14:14) durch- und seinen derzeitigen Lauf fortgesetzt.
Bei der klaren Niederlage in Dresden (24:41) mussten die Essener noch auf ihren Kapitän Max Neuhaus krankheitsbedingt verzichten, doch gegen Lübeck-Schwartau stand der Rückraumspieler wieder zur Verfügung. Die Marschroute war klar: ein Heimsieg sollte her. Auch, um sich im Kampf um den Klassenerhalt etwas Luft zu verschaffen.
Und von Beginn an bot der TUSEM seinen Gästen die Stirn, kämpfte sich schnell hinein in die Partie. Die Abwehr stand recht kompakt und Torhüter Dominik Plaue konnte erste Paraden verzeichnen. Jede gelungene Abwehraktion wurde gefeiert und gab etwas Selbstvertrauen. Im Angriff kam auch mehr und mehr Schwung rein, so konnte zum Beispiel Felix Göttler mit seinen wuchtigen Abschlüssen einige Treffer beisteuern. Lübeck ließ allerdings ebenfalls nicht locker und antwortete auf die Tore der Essener. So wechselte die Führung in der ersten Halbzeit immer wieder mal. So ging es beispielsweise von einem 2:3 (6.) zu einem 5:3 (10.), ehe es 6:7 (15.) und dann wieder 8:7 (16.) stand. Jedoch schaffte es keines der Teams sich etwas abzusetzen und mal die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Das 14:14 zur Pause ging somit in Ordnung.
Im zweiten Durchgang blieb es eine spannende Angelegenheit. Immer wieder bekamen die Zuschauer lange Angriffe zu sehen, oft provozierten die Mannschaften ein Zeitspiel beim Gegner. Der TUSEM tat sich teilweise schwer Tempo in der Offensive zu generieren und musste es mit der Präzision von Jan Reimer am Siebenmeterstrich oder mit Durchbrüchen über Max Neuhaus (Foto) oder Oskar Kostuj versuchen zu lösen. Das gelang immer wieder mal, allerdings erlaubten sich die Hausherren auch den einen oder anderen Fehler.
Das wussten die Norddeutschen zu nutzen und konnten sich somit wieder eine Führung erspielen (19:21, 46.). Torhüter Nils Conrad stellte sich einige Male in den Weg und verhinderte somit, dass der TUSEM das Spiel drehen konnte. Zudem war Lübecks Janik Schrader mit seinen Abschlüssen sehr gefährlich und erfolgreich – ihn bekamen die Essener nicht so recht zu packen.
Der TUSEM blieb bis in die Schlussphase kämpferisch und gab auch nach dem 23:27 (54.) nicht auf. Stattdessen stellte Trainer Daniel Haase auf offene Manndeckung um, was durchaus zu ein paar Ballgewinnen führte. Das heizte die Stimmung in der Sporthalle „Am Hallo“ noch einmal an. Allerdings konnte sein Team die gewonnen Bälle nicht immer im gegnerischen Tor unterbringen – auch weil seine Spieler an Conrad scheiterten. Lübeck war dagegen einigermaßen abgezockt in den entscheidenden Momenten und konnte somit die Führung über die Zeit bringen. Ein Ergebnis, das auch zugunsten der Essener hätte ausgehen können.













