HBL
Lidl Final 4: Füchse Berlin feiern zweiten Pokalsieg im Konfettiregen von Köln

Foto: Klahn
Die Füchse Berlin haben es geschafft: Zum zweiten Mal nach 2014 ist der Hauptstadtklub DHB-Pokalsieger. Am Sonntag gewann die Mannschaft um Welthandballer Mathias Gidsel das Finale des Lidl Final4 gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Außenseiter Bergischer HC.
Sie tanzten übers Feld, rasten in ihre grüne Fan-Ecke und sprangen dann wie wild auf dem Podium, als sie mit den Goldmedaillen um den Hals im Konfettiregen von Köln ihre Trophäe erhielten: zum zweiten Mal nach 2014 sind die Füchse Berlin DHB-Pokalsieger. Einen Tag nach dem 39:36 im hart umkämpften Halbfinale gegen den TBV Lemgo Lippe setzte sich die Mannschaft von Nicolej Krickau am Sonntag deutlicher mit 42:33 gegen den Überraschungsfinalisten Bergischer HC durch.
Damit sicherten sich die Füchse nicht nur einen Startplatz in der European League, sondern sind auch die erste HBL-Mannschaft, die sich für den Rexel Super Cup am 22. August in München qualifiziert hat. Dort geht es gegen den noch zu kürenden Meister der DAIKIN Handball-Bundesliga. Durch den Triumpf von Köln halten die Füchse nun alle drei Titel, die im deutschen Männer-Handball vergeben werden, gleichzeitig: Meister 2025, Super-Cup-Sieger 2025 und Pokalsieger 2026. DKB-MVP des Finales wurde Füchse-Rückraumspieler Lasse Andersson, der auch bester Werfer des Endspiels mit zehn Treffern war, ein Tor mehr als sein Landsmann Mathias Gidsel. Zudem stellten die Füchse einen Rekord auf: sie sind die erste Mannschaft, die in einem DHB-Pokalfinale mehr als 40 Treffer erzielt.
Unterstützt von ihrem „blauen“ Block und vielen neutralen Zuschauern war der Bergische HC bis zur 25. Minute auf Augenhöhe mit dem amtierenden Meister und Super-Cup-Sieger. Die Abwehr stand wie bei der Halbfinal-Sensation gegen den SC Magdeburg sehr gut, genau wie Torwart Lukas Diedrich, der früh Christopher Rudeck ersetzte. Im Angriff war der Bergische HC von allen Positionen gefährlich, während die Berliner wie gewohnt übers Tempospiel kamen. In der Anfangsphase war der Färinger Hakun West Av Teigum mit vier Treffern der gefährlichste Werfer, dann spielte sich das dänische Duo Lasse Andersson/Mathias Gidsel immer mehr in den Vordergrund.
Bis zum 17:16 bissen sich die Füchse allerdings die Zähne an den mutig kämpfen Bergischen Löwen aus, danach sorgte ein Gidsel-Doppelpack innerhalb von zehn Sekunden für die erste Vier-Tore-Führung der Berliner beim 20:16. Bis zur Pause bauten die Füchse den Vorsprung sogar auf fünf Treffer aus, auch weil Torwart Dejan Milosavljev den finalen direkten Freiwurf von Kim Voss-Fels entschärfte – bereits die achte Parade des Serben, der schon im Halbfinale der Füchse-Matchwinner gewesen war.
Und Milosavljev machte nach dem Seitenwechsel auf dem gleichen Niveau weiter, als der Bergische HC noch einmal alles nach vorne warf. Der Außenseiter musste allerdings viel mehr für jedes Tor investieren als die Berliner, die alles auf die Karte Tempo und seine Rückraumstars setzten. Das 30:24 war der zehnte Andersson-Treffer – genau wie Gidsel war er kaum aufzuhalten von der BHC-Deckung. Kurz darauf allerdings der Schockmoment für das Krickau-Team, als ausgerechnet Milosavljev verletzt vom Feld musste. Für ihn rückte Neu-Nationalspieler Lasse Ludwig zwischen die Pfosten. Und der fügte sich mit einem abgewehrten Strafwurf gleich blendend ein. Spätestens beim 38:30 war die Messe gelesen, die Füchse konnten ihre Pokalparty schon in der Schlussminute auf der Bank starten.













