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Deutlicher Auswärtssieg in Kassel: Füchse mit wichtigem Schritt im Kampf um Platz 2

Freitag, 5. Juni 2026

MT Melsungen vs. Füchse Berlin - Game Highlights

Foto: Kaesler

Mit dem 39:28 (18:16) bei der MT Melsungen haben sich die Füchse Berlin die perfekte Ausgangslage für den Showdown gegen Flensburg am Wochenende geschaffen. An diesem 33. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga hat das Team von Trainer Nicolej Krickau so auch den frischgebackenen Sieger der EHF European League geschlagen.

Jenen ersten Titel der Vereinsgeschichte hat der Club aus Kassel am heutigen Donnerstagabend in der Rothenbach-Halle auch gebührend gefeiert. Vor allem in der ersten Halbzeit haben die Gastgeber derweil alles gegeben, um dem amtierenden Pokalsieger aus der Hauptstadt Paroli zu bieten, lange blieb es ausgeglichen. Nach dem Seitenwechsel haben sich die Füchse Berlin aber mit einem Blitzstart deutlich abgesetzt und am Ende einen deutlichen Erfolg in der Ferne erarbeitet. Beim 39:28 (18:16) gegen die MT Melsungen war Mathias Gidsel mit neun Toren einmal mehr der beste Werfer. Zwischen den Pfosten drückte Torhüter Lasse Ludwig der Partie seinen Stempel auf, nachdem er während der ersten Halbzeit ins Spiel kam.
Mit den zwei Punkten des 33. Spieltags geht es mit fast klarer Gewissheit in das Finale der DAIKIN Handball-Bundesliga. Dann gastiert an diesem Sonntag, 7. Juni, die SG Flensburg-Handewitt in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Mit zwei Punkten Rückstand auf die Füchse haben sie rechnerisch noch die Chance auf Platz zwei, bei 65 aufzuholenden Toren ist dem Hauptstadt-Club die damit verbundene Qualifikation zur Machineseeker EHF Champions League aber wohl kaum noch zu nehmen. Weil es aber noch nicht offiziell sicher ist, blieb der riesige Jubel bei Kapitän Max Darj und Co. allerdings aus. Dieser soll dann im heimischen Fuchsbau mit den eigenen Fans ausbrechen.
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Die MT Melsungen zeigte sofort, dass sie nach dem Erfolg in der EHF European League ihren Heimfans etwas bieten wollte und vollendete den ersten Angriff erfolgreich. Mathias Gidsel konnte derweil für die Füchse Berlin ausgleichen, wie auch wenig später Hákun West av Teigum in seinem 100. Bundesliga-Spiel zum 2:2. Ex-Fuchs Dainis Krištopāns war es indes, der die MT-Führung zurückholte. Dieses Wechselspiel aus Plus eins Melsungen und Ausgleich Berlin blieb bis zur Viertelstunde-Marke bestehen. Bis dahin hatten die Hauptstadt-Angreifer immer wieder Probleme mit Kristóf Palasics, der Nebojša Simić im Tor der Gastgeber vertrat.
Zwischen den Pfosten des Deutschen Pokalsiegers kam dann Lasse Ludwig ins Spiel, nachdem Dejan Milosavljev keinen großen Einfluss nehmen konnte. Der deutsche Torhüter glänzte sofort mit der ersten Parade, sodass im nächsten Angriff Gidsel mit einem wuchtigen Wurf die erste Führung für die Gäste brachte, 11:10 (21.). Nachdem die MT den Spielstand kurzzeitig wieder umdrehen konnte, drehten die Füchse auf. Ludwigs viele Paraden plus ein langer Ball auf Gidsel brachten Berlin wieder in Front, Aitor Ariño stellte erstmals auf Plus zwei (25.). Nach Tobias Grøndahls Siebenmetertreffer stahl Matthes Langhoff den Ball und erzielte am Ende eines 5:1-Laufs das 16:13 (27.). Die Hausherren haben sich zwar zurückgekämpft, doch inklusive Ludwig-Treffer ging es mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine, 18:16 zur Halbzeit.
Diese bauten Grøndahl vom Strich und Lasse Andersson auf 20:16 nach dem Seitenwechsel aus. Weil die Füchse besser aus der Pause kamen und unter anderem der Block stand, erhöhte der Däne und Pokal-MVP Andersson auf 22:17, in der 35. Minute Nils Lichtlein auf 23:17. Melsungen kam denkbar schlecht in die zweite Halbzeit, sodass Trainer Roberto Garcia Parrondo rasch den Auszeit-Buzzer betätigte. In einer langsameren Phase kam die MT aber auch nicht heran, stattdessen bestraften die Hauptstädter die Fehler der Gegenspieler im Sieben-gegen-Sechs und erspielten sich zwischenzeitlich einen Acht-Tore-Puffer.
In komfortabler Lage zeigte Ariño indes einen sehenswerten Dreher von Linksaußen zum 30. Tor der Berliner. Nachdem Ludwig das Bein ganz weit hochbekam, machte Langhoff im nächsten Angriff das Plus zehn perfekt, 37:27 (56.). Der deutsche Keeper konnte dann sogar den einzigen MT-Siebenmeter entschärfen, doch seine Vordermänner keinen Profit daraus schlagen, während auch Lauro Pichiri wieder Einsatzminuten sammeln durfte und dabei zweimal aus dem Rückraum einnetzte. Am Ende war es ein deutlicher 39:28-Auswärtssieg in der Rothenbach-Halle, in der die MT Melsungen nach der Schlusssirene mit dem Pokal der EHF European League dennoch den ersten Titel der Vereinshistorie feierte.

Text: Füchse Berlin

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