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DHB-Team erkämpft sich Sieg gegen Kroatien

Foto: Kolektiff/Cabraja
Die deutsche Nationalmannschaft um Trainer Alfred Gislason erkämpfte sich im Freundschaftsspiel gegen Kroatien einen Sieg. Die Partie verlief auf Augenhöhe, doch die Deutschen setzten sich schließlich mit 32:29 (17:14) gegen die Gastgeber und WM-Zweitplatzierten durch. Die besten Schützen des DHB-Teams waren Golla, Uscins und Knorr mit jeweils fünf Treffern.
Alfred Gislason nahm nach seinem 100. Länderspiel als Bundestrainer am Spielfeldrand zufrieden die Gratulationen des Gegners entgegen, auf dem Parkett klatschte Johannes Golla einen Teamkollegen nach dem anderen ab. Deutschlands Handballer haben ihren ersten EM-Stresstest mit großer Coolness bestanden. Die DHB-Auswahl bezwang den WM-Zweiten Kroatien in Zagreb nach einer starken Schlussphase 32:29 (17:14) und machte eine Woche vor dem Turnierstart gegen Österreich bereits viel Lust auf mehr.
Die 15.200 Zuschauer in der ausverkauften Arena Zagreb sahen eine enge Partie mit vielen Führungswechseln. Am Ende hatte das deutsche Team, das vor allem mit einer robusten Abwehr vor Späth überzeugte, die besseren Nerven und fuhr nach zuletzt vier Niederlagen in Folge gegen die Kroaten wieder einen Sieg ein.
"Wir müssen diese zwei Spiele gegen Kroatien so angehen, als wären sie Teil der EM", hatte Gislason im Vorfeld gefordert – und seine Spieler hörten zu Beginn auf die Worte des 66-Jährigen. Aus einer stabilen Deckung erspielte sich Deutschland beim 4:2 (7.) durch Julian Köster erstmals eine Zwei-Tore-Führung, zuvor hatte Golla aus drei Würfen drei Tore erzielt.
In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Späth, der für Andreas Wolff zwischen den Pfosten stand, bekam einige Bälle zu fassen. Doch als sich in der DHB-Offensive die Fehlwürfe und technischen Fehler häuften, gaben die Gastgeber nach mehreren Tempogegenstößen und Abschlüssen aus der zweiten Reihe erstmals den Takt vor - 11:9 (18.).
Die Schwächephase überstand das Gislason-Team aber schadlos - und drehte dann auf. Im eigenen Angriff war für die Kroaten von Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson kein Durchkommen mehr. Nach dem 12:14 (22.) erzielten die Gastgeber im ersten Abschnitt keinen Treffer mehr - Deutschland dagegen fünf: Marko Grgic krönte unmittelbar vor der Pause die bislang beste deutsche Phase vom Siebenmeterstrich zur ersten Drei-Tore-Führung.
Den Wiederbeginn verschliefen die Gäste dann aber völlig. Beim 18:18 (35.) glich Kroatien wieder aus. Doch das DHB-Team fing sich erneut schnell: Spielmacher Knorr übernahm nun Verantwortung, traf zweimal in Folge und setzte mit seiner Dynamik wichtige Impulse im Rückraum. Auch Grgic und Miro Schluroff waren offensiv effizient.
Die Kroaten blieben ohne das Kieler Urgestein Domagoj Duvnjak, das nach dem WM-Silbergewinn im Vorjahr seine Nationalmannschaftskarriere beendet hatte, aber stets in Reichweite - auch weil Torhüter Dino Slavic nun stark im Spiel war. In der Crunchtime bewies Gislasons Team dann starke Mentalität.













