HBL
Eisenach setzt sich in Minden durch
GWD Minden vs. ThSV Eisenach - Game Highlights
Foto: GWD Minden
Der ThSV Eisenach hat sich in einer intensiven Auswärtspartie mit 34:29 (16:13) bei GWD Minden durchgesetzt und dabei seine Chancen konsequent genutzt. Nach umkämpfter erster Hälfte setzten sich die Gäste im zweiten Durchgang entscheidend ab und ließen sich den Erfolg in der Schlussphase nicht mehr nehmen.
Die Hausherren, welche im Kampf um den Klassenerhalt zunehmend unter Druck stehen, legten zu Beginn mit viel Tempo und einer kompakten Deckungsweise los. Besonders der grün-weiße Innenblock, bestehend aus Daniel Astrup und Karolis Antanavicius, machte das Zentrum größtenteils dicht und stellte die Wartburgstädter so vor Probleme (5.). Notgedrungen suchten diese Abschlüsse aus dem Zeitspiel heraus, welche im gutstehenden Block hängenblieben. Beide Mannschaften hatten sich für diese Partie einiges vorgenommen: Während GWD Minden den ersten Heimsieg in der KAMPA-Halle nach der Neueröffnung feiern wollte, wollten die Eisenacher ihren ersten Auswärtssieg der Saison bejubeln. Diese Ambitionen zeigten sich auch in den intensiven Zweikämpfen auf der Platte, in denen sich keiner etwas schenkte. Zwar konnten sich die Gäste während der Anfangsphase mit einem 4:1-Lauf etwas zum 4:7 absetzen, doch die Dankerser ließen sich von der hitzigen Atmosphäre nicht aus der Ruhe bringen und hielten weiter dagegen. Dennoch erlaubte sich die Ziercke-Sieben zu viele technische Fehler und kleinere Unkonzentriertheiten, welche die Thüringer mit Kontern bestraften und so zunächst in Front blieben. Schließlich ging es mit einem Pausenstand von 13:16 in die Kabinen.
Die Mindener starteten gut in den zweiten Durchgang und konnten mit zwei Paraden von Malte Semisch sowie einem schnellen Treffer von Morten Hempel sogleich den Druck erhöhen (32.). Doch auch die Gäste brauchten nicht lange, um zurück in ihr Spiel zu finden und suchten immer wieder erfolgreich ihre Durchbrüche. So kam es, dass die Wartburgstädter Stück für Stück ihren Vorsprung ausbauen konnten. GWD-Coach Aaron Ziercke ließ eine knappe Viertelstunde vor Schluss sein Team vermehrt mit einem siebten Feldspieler agieren, um den inzwischen auf fünf Tore angewachsenen Rückstand mit viel Offensivdrang zu verringern (44.). Auch Mindens Schlussmann, Malte Semisch, wurde zunehmend zum entscheidenden Faktor und hielt seine Mannschaft mit wichtigen Paraden weiter im Spiel. Auch die Zuschauer auf den Rängen spürten, dass ihre Mannschaft sie brauchte und feuerten die Dankerser lautstark an. Die Gäste reagierten darauf mit einer weiteren Auszeit, um den Spielfluss der Mindener zu brechen und sich neu zu sortieren (49.). Mit Beginn der Crunchtime gingen die Hausherren nochmal mehr Risiko und verteidigten Mann gegen Mann. Zwar gelangen so mehrere Ballgewinne tief in der gegnerischen Hälfte, doch gleichzeitig boten sich den Blauhemden große Räume hinter der Pressinglinie, welche diese eiskalt ausnutzten. Entscheidend konnten die Dankerser nicht mehr verkürzen, sodass das Spiel mit 29:34 endete.













