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Füchse feiern Gidsel-Gala und Heimsieg zum Abschied

Montag, 8. Juni 2026

Foto: Füchse Berlin

Die Füchse Berlin haben sich mit einem 43:38-Spektakel gegen die SG Flensburg-Handewitt aus der Saison verabschiedet. Überragender Mann war Mathias Gidsel mit 18 Treffern, der seinen eigenen Rekord für die meisten Feldtore in einer Saison auf 317 Treffer ausbaute.

Allein 13-mal war der Welthandballer bereits in Durchgang eins erfolgreich, am Ende stand Mathias Gidsel bei sagenhaften 18 Toren. Aber auch Siebenmeter-Schütze Tim Freihöfer erwischte mit neun Treffern aus neun Versuchen einen starken Tag. Indes war es auch für einige Spieler ein besonderes Erlebnis, denn es war ihre letzte Partie im Fuchsbau. Die Max-Schmeling-Halle war mit 9000 Zuschauern restlos ausverkauft. Lasse Andersson beendete mit seinem achten Treffer die Partie, Dejan Milosavljev steuerte bei seinem Abschied aus der Hauptstadt 15 Paraden bei. Beide richteten nach dem Spielende noch warme Worte an die Fans, auch Lukas Herburger, Nejc Cehte und Valter Chrintz wurden gebührend verabschiedet.
Zuvor zündeten die Füchse Berlin und die SG Flensburg-Handewitt auf der Platte ein wahres Feuerwerk. Mit 81 Treffern sprach wohl nicht nur Trainer Nicolej Krickau von einem „Torfestival“. Dabei erwischten die Gäste aus Schleswig-Holstein den deutlich besseren Start, doch der Deutsche Pokalsieger kämpfte sich zurück und konnte das Ergebnis noch vor dem Seitenwechsel auf seine Seite ziehen. In Durchgang zwei war es weiter ein munteres Hin und Her, doch der Heimsieg war den Berlinern nicht mehr zu nehmen. Damit blieb auch die rechnerische Möglichkeit, dass die SG die Füchse tabellarisch am 34. Spieltag noch einholt, aus. Dank des Siegs sind es nun vier Punkte Abstand in der DAIKIN Handball-Bundesliga, was gleichbedeutend mit der Teilnahme an der Machineseeker EHF Champions League in der kommenden Saison ist.
Emil Jakobsen verwandelte direkt zu Beginn per Siebenmeter für die SG Flensburg-Handewitt, Marko Grgic erhöhte nach zwei Minuten auf 2:0. Weil die Füchse Berlin nicht gut in die Partie kamen, erzielte der Mann den dritten Treffer, der in einem Jahr an die Spree wechselt: Simon Pytlick. Sein dänischer Landsmann Mathias Gidsel war es indes mit seinem 300. Saisontor, der erstmals für die Gastgeber einnetzte. Trotz erfolgreichem Wurf vom Strich durch Tim Freihöfer konnte sich Flensburg nach gut zehn Minuten auf 10:5 absetzen. Hákun West av Teigum hatte die passende Antwort parat (11.). Auch Lasse Andersson machte es ihm kurz darauf gleich. Dennoch konnten die Gäste aus dem hohen Norden den komfortablen Vorsprung beibehalten. Mit der Viertelstunden-Marke war es wieder Freihöfer, der verkürzen konnte.
Mit einem artistischen Wurf brachte Gidsel die Füchse in einer guten Phase auf 11:13 (16.) heran. Unter Druck bekam er dann auch einen gedankenschnellen Pass von Nils Lichtlein, um den nächsten Treffer zu erzielen. Das Zusammenspiel war gewohnt super. Weil Dejan Milosavljev parierte, war es abermals der Welthandballer mit seinem bereits zehnten Tor, der auf Minus eins stellte – die Berliner waren wieder dran. Andersson schaffte es dann, in der 26. Minute erstmals auszugleichen, 18:18. Die ausverkaufte Max-Schmeling-Halle feierte also schon weit bevor es zu den emotionalen Verabschiedungen nach dem Spielende kam. Eine starke Abwehraktion und Anderssons Coolness brachten die Führung (30.). Gidsel, der mit 13 Toren eine überragende erste Halbzeit spielte, erzielte sogar noch den 22:20-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel war es jedoch erneut die SG, die den ersten Treffer erzielte, doch Milosavljev verhinderte den Ausgleich, bevor der Hauptstadt-Club einnetzen konnte (33.). Anderrson ließ daraufhin gleich zweimal den Zwei-Tore-Puffer wieder aufblitzen. Nach 34 Minuten war es dann aber soweit: Die Flensburger stellten auf Pari-Pari. Während Milosavljev aber immer wieder parieren konnte, setzen sich seine Berliner mit Toren von Lichtlein und Mijajlo Marsenič langsam ab. Als 20 Minuten vor Schluss Andersson zum 30:26 vollendete, nahm SG-Trainer Aleš Pajović eine Auszeit. Diese zeigte auch Wirkung, denn seine Schützlinge schafften erneut den Ausgleich.
Einen möglichen Rückstand verhinderte Gidsel mit seinem Steal (47.), daraufhin bat Trainer Nicolej Krickau seine Füchse eine Minute zum Gespräch. Den darauffolgenden Angriff schloss wiederum Matthes Langhoff erfolgreich ab, 34:33. Der ehemalige Jungfuchs war es auch, der kurz darauf auf Plus zwei stellte. Mit tollen Paraden, auch beim Siebenmeter-Duell, heizte der serbische Keeper Milosavljev die Menge auch noch einmal mehr an, als es auf die Zielgerade der Bundesliga-Saison ging. Bereits drei Minuten vor der Schlusssirene markierte Andersson den 40. Treffer der Füchse, womit der Pokalsieger endgültig auf die Siegerstraße einbog. Nach 60 Minuten war es ein 43:38, weil Andersson bei seinem Fuchsbau-Abschied noch einmal das Netz in gewohnter Manier hat zappeln lassen.
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Quelle: Füchse Berlin

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