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Überraschung in Minden: GWD schlägt Kiel und hält Traum vom Klassenerhalt am Leben

Donnerstag, 4. Juni 2026

GWD Minden vs. THW Kiel - Game Highlights

Foto: Metge

Der letzte Heimsieg gegen den deutschen Rekordmeister lag über 20 Jahre zurück. Im ersten Endspiel im Abstiegskampf gelang GWD Minden ausgerechnet gegen den THW Kiel die Sensation - und das mit einer beeindruckenden Vorstellung in der zweiten Halbzeit.

GWD Minden startete mit Semisch, Kranzmann, Hempel Jensen, Weber, Vorlicek, Sterba und Bergner in das sogenannte „Endspiel“ gegen den Rekordmeister aus Kiel. Aus Sicht der Grün-Weißen hieß es an diesem Abend „verlieren verboten“, denn nur ein Punktgewinn würde die rechnerische Chance auf den Klassenerhalt weiter am Leben halten. Folglich hatten sich die Dankerser einiges für die Partie vorgenommen und zeigten dies auch von Beginn an. Zwar gelang den Gästen nach nicht einmal einer Minute der erste Treffer des Spiels, doch die Mindener hatten die passende Antwort parat und glichen durch ihren Spielmacher Ian Weber aus (2.). Besonders während der Anfangsphase ging es mit viel Tempo und schnellen Abschlüssen in beide Richtungen. Der THW Kiel wurde vor allem über die Außen gefährlich und konnte sich so nach knapp acht gespielten Minuten erstmals mit 3:5 etwas absetzen.
Doch auch die Dankerser gingen zielstrebig nach vorne und kamen immer wieder durch ihr Tempospiel zu erfolgreichen Abschlüssen. Genau solch eine Situation war es, in welcher Jakub Sterba für sein Team den 9:9-Ausgleichstreffer erzielte. Im Anschluss schienen die Hausherren den Schwung der ausverkauften Halle mit auf die Platte zu nehmen und erarbeiten sich schließlich sogar eine Führung. Kurz vor der Halbzeit schwächten sich die Grün-Weißen jedoch selbst: Mindens Innenblocker, Daniel Astrup, kam zu spät und erwischte den Kieler-Youngster Rasmus Ankermann im Gesicht. Für Astrup war das Spiel hiermit frühzeitig beendet und auch Ankermann musste das Spielfeld benommen verlassen. Kurz vor der Pause parierte schließlich Malte Semisch noch einen Siebenmeter, sodass es lediglich mit einem knappen 16:17-Rückstand in die Kabine ging (30.).
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Auch der zweite Durchgang startete mit viel Tempo und schnellen Toren beider Mannschaften. Bereits nach zwei gespielten Minuten gelang den Dankersern der Treffer zum 18:18-Ausgleich (33.). In dieser Phase des Spiels erlaubten sich die Hansestädter gleich mehrere Unkonzentriertheiten, welche GWD Minden zumindest teilweise in Tore ummünzen konnte. Ab der 39. Spielminute drehten die Mindener beim Stand von 21:21 nochmal so richtig auf: Mit zwei schnellen Toren aus dem Mittelkreis ins leere Tor der Kieler gelang den Grün-Weißen ein 3:0-Lauf, welcher auch die Halle nochmal mehr anzündete (40.). Insbesondere Mindens Schlussmann Malte Semisch wurde zunehmend zum entscheidenden Faktor und wirkte zeitweise mit drei parierten Siebenmetern aus Sicht der Gäste unüberwindbar. Der THW Kiel versuchte weiter mit dem siebten Feldspieler den Druck auf GWD Minden zu erhöhen und versuchte nun auch mit einer höheren Deckung den Positionsangriff der Dankerser frühzeitig zu stören (50.). Doch davon ließen sich die Hausherren kaum aus der Ruhe bringen und verteidigten in der Defensive kompakt. So kam es, dass die Kieler ihren Rückstand auch in der Crunchtime nicht mehr entscheidend verkürzen konnten, sodass schlussendlich ein 34:30-Heimsieg für die Mindener zu Buche stand.

Stimmen zum Spiel:

Tom Bergner (Kreisläufer GWD Minden): „Das war heute eine unglaublich geile Leistung von Minute eins an. Wir haben als Mannschaft alles auf der Platte gelassen und konnten uns so am Ende mit zwei Punkten belohnen. Jetzt müssen wir leider noch das morgige Spiel von Wetzlar abwarten, daher ist die Freude etwas gebremst aber dann haben wir vielleicht am Sonntag unser Endspiel in Leipzig. Wir haben heute eine starke Abwehr gestellt und die Kieler haben sich ein paar Unkonzentriertheiten zu viel erlaubt. Dann wird’s auch schwer, wenn du in einer Halle spielst, wo knapp 4.000 Menschen gegen dich sind.“
Hendrik Pekeler (Kreisläufer THW Kiel): „Wir wussten, dass es für Minden heute um alles geht und waren darauf in der ersten Halbzeit auch gut vorbereitet. Im zweiten Durchgang konnten wir dann nicht mehr mithalten, was Minden uns da entgegengestellt hat. Natürlich war das Wochenende sowohl physisch als auch psychisch anstrengend für uns aber das darf und soll keine Ausrede darstellen. Am Ende hat GWD Minden heute verdient gewonnen.“

Quelle: GWD Minden

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