HBL
Heimsieg nach Leistungssteigerung: Hannover besiegt Leipzig
TSV Hannover-Burgdorf vs. SC DHfK Leipzig - Game Highlights
Foto: Guenther
Vor erneut gut gefülltem Haus mit 9.226 Zuschauern entwickelte sich am 31. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga eine Begegnung mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Nach einem 15:15 zur Pause setzte sich die TSV Hannover-Burgdorf am Ende mit 36:33 gegen den SC DHfK Leipzig durch. Bemerkenswert dabei: Die Recken lagen in der ersten Halbzeit kein einziges Mal in Führung, gerieten im zweiten Durchgang allerdings auch zu keinem Zeitpunkt mehr in Rückstand.
Der Start in die Partie verlief zunächst überhaupt nicht nach den Vorstellungen von Cheftrainer Juan Carlos Pastor und den meisten Zuschauern in der Arena. Erst nach 2:28 Minuten erzielte Kapitän Marius Steinhauser den ersten Treffer seines Teams zum 1:2. Nach 5:37 Minuten erhöhte Leipzigs Kreisläufer Luka Rogan bereits auf 2:5. Kurz darauf hätte Lucas Krzikalla die Sachsen sogar mit vier Toren in Front bringen können, nachdem den Recken im Angriff ein Fehlpass an den Kreis unterlaufen war. Doch TSV-Torhüter Simon Gade parierte den Siebenmeter gegen den Leipziger Rechtsaußen stark. Der dänische Schlussmann absolvierte nahezu die kompletten 60 Minuten und wurde lediglich bei zwei Siebenmetern durch Joel Birlehm ersetzt.
Bereits zur Halbzeit hatte Gade sieben Paraden auf seinem Konto, insgesamt kam er auf neun. Sein Leipziger Gegenüber und ehemalige Recke Domenico Ebner verzeichnete zur Pause lediglich zwei Paraden, am Ende kamen die beiden Leipziger Torhüter zusammen auf sechs gehaltene Bälle. Anstelle eines möglichen 2:6-Rückstands verkürzte Jonathan Edvardsson nach ziemlich genau neun Minuten auf 4:5. Der Ausgleich ließ jedoch zunächst weiter auf sich warten. Erst nach 16:09 Minuten gelang dem schwedischen Rückraumspieler beim 9:9 der erste Gleichstand seit dem 0:0. Leipzig, als Tabellenletzter dringend auf Punkte im Abstiegskampf angewiesen, setzte sich allerdings erneut ab und führte knapp sechs Minuten vor der Pause nach einem Treffer von Dean Bombac mit 12:15 aus Recken-Sicht. Es sollte jedoch das letzte Leipziger Tor der ersten Hälfte bleiben. Die Recken antworteten mit einem 3:0-Lauf, den erneut Edvardsson elf Sekunden vor der Halbzeitsirene zum 15:15 abschloss. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es noch einmal hektisch: Zwei Sekunden vor der Sirene entschieden die Schiedsrichter Jannik Otto und Raphael Piper nach Videobeweis auf eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Renars Uscins, der mit der Entscheidung überhaupt nicht einverstanden war. Den anschließenden Freiwurf konnten die Gäste jedoch nicht mehr verwerten.
In der Halbzeitpause wurde die Vertragsverlängerung mit PremiumPartner enercity im Rahmen einer kleinen Zaubershow von Cody Stone auf dem Spielfeld bekanntgegeben. Anschließend zeigte sich schnell, dass Pastor in der Kabine offenbar die richtigen Worte gefunden hatte. Bis zum 18:17 durch Uscins nach 32:40 Minuten gingen die Recken jeweils mit einem Treffer in Führung. Nachdem Matej Klima nur 18 Sekunden später zum 18:18 ausgeglichen hatte, setzte sich die TSV Hannover-Burgdorf erstmals etwas deutlicher ab. Ein 4:0-Lauf brachte die Gastgeber durch August Pedersen nach 36:26 Minuten mit 22:18 in Front. Die Vier-Tore-Führung hielt zunächst bis zum 25:21 durch Pedersen nach fast exakt 41 Minuten. Doch Leipzig kämpfte sich zurück: Genau zur Mitte der zweiten Halbzeit verkürzte Ahmed Khairi Nasralla auf 25:24.
Die Recken hielten jedoch dagegen und zeigten großen Siegeswillen. Neun Minuten vor dem Ende stellte Steinhauser mit dem Treffer zum 30:25 den alten Abstand wieder her. Entschieden war die Partie dennoch noch nicht. Lukas Binder verkürzte 57 Sekunden vor Schluss noch einmal auf 35:33. Spätestens mit dem Treffer von Justus Fischer zum 36:32 nach 59:31 Minuten war die Entscheidung allerdings gefallen. Der Kreisläufer war mit acht Treffern erfolgreichster Recke des Abends, während Leipzigs Matej Klima mit neun Toren bester Werfer der Partie wurde. Den Schlusspunkt setzte schließlich Pedersen drei Sekunden vor dem Ende zum 36:33-Endstand, nachdem zuvor noch einmal Bombac für Leipzig getroffen hatte.













