HBL
Melsungen bleibt souverän: Leipzig verpasst wichtige Punkte im Abstiegskampf
SC DHfK Leipzig vs. MT Melsungen - Game Highlights
Foto: Trotter
Im Kampf um den sechsten Tabellenplatz hat die MT Melsungen ihre Pflicht am gestrigen Abend erfüllt. Die Nordhessen gewannen beim Tabellenschlusslicht SC DHfK Leipzig 33:27 (13:12) und feierten damit den 17. Saisonsieg. Für die Hausherren wird die Luft im Tabellenkeller hingegen zunehmend dünn.
Der Auswärtssieg der MT Melsungen am 32. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga kam dank einer bärenstarken zweiten Halbzeit zustande. Die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo trat nach dem Wechsel ordentlich aufs Gas und ließ gegen den SC DHfK Leipzig nichts mehr anbrennen.
Die MT war ohne den am Fuß verletzten Erik Balenciaga angereist, auch Vlad Kulesh musste passen wegen Rückenproblemen. Vermutlich haben die beiden vor dem Fernseher registriert, dass die erste Hälfte in der Quarterback Immobilien Arena nicht gerade als Offensivspektakel daherkam. Da steckte viel Kampf drin, den die Gäste aus Nordhessen annahmen.
Allerdings fehlte zunächst vorn die Treffsicherheit, sodass die Leipziger erst mal in Vorlage gingen. Zwischenzeitig zogen die Sachsen auf drei Treffer davon. Die MT ließ sich davon aber nicht beeindrucken – vor allem nicht Aaron Mensing und der nach einer guten Viertelstunde eingewechselte Amine Darmoul. Wenn es im Angriff gefährlich wurde, dann hatte meistens einer der beiden seine Finger im Spiel.
Passenderweise sorgte Mensing mit seinem Treffer zum 10:11 für die erste MT-Führung an diesem Donnerstagabend (25. Minute). Und dank Darmouls Tor zum 12:13 (29.) ging die MT mit einem Tor Vorsprung in die Pause. Wer noch erwähnt werden muss, ist Nebojsa Simic. Der Keeper hielt die MT mit sieben Paraden mehrfach im Spiel.
Der zweite Abschnitt begann wesentlich ansehnlicher – vor allem aus Sicht der Gäste: Zweimal Arnar Freyr Arnarsson, zweimal David Mandic, das ging ratzfatz, das nennt sich 4:0-Lauf, und da stand es dann 12:17 (34.). Und von diesem Polster zehrte die MT im weiteren Verlauf. Selbst nach Staffan Peters Hattrick zum 16:18 (38.) blieben die Gäste gelassen und bestraften in der Folge fast jeden Fehler der Leipziger eiskalt – und die Sachsen fabrizierten davon einige.
Ein Profiteur aufseiten der MT hieß Arnarsson, der fleißig Treffer sammelte. Mit seinem siebten zum Beispiel stellte der Isländer auf 19:26 (50.). Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte selbst bei den größten Optimisten unter den Leipziger Fans der letzte Funke Hoffnung erloschen sein. Zumal die MT das Ganze souverän herunterspielte und richtig Spaß am Torewerfen fand. Den letzten Treffer der Gäste verbuchte Reynir Thor Stefansson, es war das Tor zum 26:33 (60.).












