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Lidl Final4: TBV Lemgo Lippe sichert sich Platz drei dank Möstl-Show

Foto: Klahn
Im vierten Anlauf sicherte sich der TBV Lemgo Lippe den ersten Sieg beim Lidl Final4 in Köln. Matchwinner beim 35:31 (16:15) gegen den SC Magdeburg im Spiel um Platz drei am Sonntag war Torwart Constantin Möstl mit 17 Paraden.
2023 beendete der TBV Lemgo Lippe die Premiere des Final4 in der LANXESS arena nach zwei Niederlagen auf Rang vier, am Samstag verlor das Team von Florian Kehrmann das Halbfinale gegen die Füchse Berlin – aber am Sonntag durfte der TBV mit seinem Anhang erstmals in Köln einen Sieg feiern. Dank eines Traumstarts nach dem Seitenwechsel setzte sich Lemgo gegen den SC Magdeburg durch – und sicherte sich nicht nur Rang drei, sondern auch das direkte Ticket ins Achtelfinale der DHB-Pokalsaison 2026/27.
Bei beiden Mannschaften war vom Anpfiff an der große Wille erkennbar, das Platzierungsspiel unbedingt gewinnen zu wollen – egal, wie groß die Enttäuschung nach den am Samstag verlorenen Halbfinals war. Die 19.750 Fans in der ausverkauften LANXESS arena hatten definitiv ihren Spaß. Der TBV Lemgo Lippe hatte den besseren Start, führte nach drei Treffern von Leve Carstensen schnell mit 5:2 – und lag dann bis zum Pausenpfiff auch nur einmal zurück, beim 14:15. Dank der starken Leistung von Torwart Matej Mandic – und obwohl die ersten beiden Siebenmeter wieder verworfen wurden – glich Magdeburg beim 7:7 aus. Dann war die Partie absolut auf Augenhöhe. Im TBV-Tor stand Constantin Möstl seinem Gegenüber Mandic in nichts nach – und als Kapitän Tim Suton drei Treffer in Folge erzielte, lag Lemgo wieder mit zwei Treffern vorne – und nahm einen 16:15-Vorsprung mit in die Kabine.
Die Ostwestfalen hatten auch wieder den besseren Re-Start nach dem Seitenwechsel: dank vier Möstl-Paraden in Folge und drei erfolgreichen Gegenstößen zog der TBV beim 21:17 erstmals auf vier Tore Differenz davon. SCM-Trainer Bennet Wiegert reagierte sofort mit einer frühen Auszeit nach nur acht Minuten. Aber die verpuffte komplett, sein Team leistete sich zwei weitere Ballverluste und dank des wie am Samstag bärenstarken Tim Suton, Leve Carstensen und Hendrik Wagner setzte sich Lemgo vorentscheidend auf 25:18 (42.) ab.
Der SCM konnte in der Folge zwar seine Schwächephase im Angriff beenden, die Hypothek des deutlichen Rückstands war aber zu groß, um die Partie noch zu drehen. Spätestens, als Constantin Möstl beim 32:26 seinen dritten Siebenmeter (von Tim Hornke) hielt, war alles entschieden. Immerhin gelang dem SCM der schönste Treffer des Spiels, ein Kempa-Tor von Matthias Musche, der mit sechs Toren auch bester Magdeburger Werfer war. Achtmal traf Suton für Lemgo.













