HBL
Wetzlar fährt Big Points gegen Kiel ein
HSG Wetzlar vs. THW Kiel - Game Highlights
Foto: HSG Wetzlar
Die HSG Wetzlar hat im Abstiegskampf einen beeindruckenden Heimsieg gegen den THW Kiel gefeiert und sich nach starker erster Halbzeit verdient mit 33:25 (16:11) durchgesetzt. Mit einem zwischenzeitlichen 8:0-Lauf und großer Entschlossenheit legte Wetzlar früh den Grundstein für einen wichtigen Erfolg.
„Durch die Siege von Leipzig und Minden war der Druck noch ein Stück größer vor dem Anpfiff“, wusste Wetzlars Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf. Umso beeindruckender fand der 39-Jährige den Auftritt seiner Mannschaft in der Anfangsviertelstunde. Die stark ersatzgeschwächten Kieler wussten gar nicht, wie ihnen geschah. Nach dem 2:3-Rückstand in der 6. Minuten legten die Grün-Weißen einen 8:0-Lauf hin. Die Abwehr stand sehr gut, Torwart Andreas Palicka parierte dahinter bärenstark. Und nach vorne legten die Mittelhessen ein enormes Tempo hin. Alleine die beiden Außen Tristan Kirschner und Ahmed Nafea erzielten fünf dieser acht Treffer. Schon in der zwölften Minute musste THW-Trainer Filip Jicha seine zweite Auszeit nehmen. „Wir sind in eine Phase hineingeraten, in der uns unfassbar viele technische Fehler passieren und wir gar nicht in den Rückzug kommen“, ärgerte sich Jicha nach Schlusspfiff. Immer hin gestaltete seine Mannschaft die Partie danach offener. Mit Hilfe des Sieben gegen sechs kamen die Norddeutschen im Angriff zu besseren Abschlüssen und nach dem 7:14-Rückstand (23.) bis zur Pause auf 11:16 heran.
Die Partie war also noch längst nicht gelaufen. Die Hausherren, die im Gegensatz zur Anfangsphase nicht mehr ins Tempospiel kamen, zehrten aber über weite Strecken des zweiten Durchgangs von diesem Fünf-Tore-Vorsprung. Selbst, als Justin Müller zum 21:14 traf (40.), gaben die Kieler nicht auf und kamen in der 51. Minute beim 21:25 durch Domagoj Duvnjak erstmals wieder auf vier Treffer heran. Doch die HSG Wetzlar blieb ruhig und besann sich ihrer Stärken. Im Tor war in der Schlussphase der eingewechselte Anadin Suljakovic ein starker Rückhalt und gab seinen Vorderleuten die nötige Energie. Als sich Müller vier Minuten vor Schluss unwiderstehlich durchtankte und das 30:24 bejubelte, war die Begegnung entschieden und die Fans der HSG Wetzlar aus dem Häuschen. „Ich habe immer noch Gänsehaut von dieser Atmosphäre“, gab Allenndorf nach Schlusspfiff zu. Dass es am Ende sogar ein Erfolg mit acht Treffern wurde, tat dem HSG-Torverhältnis in dem engen Kampf um den Klassenerhalt gut. Nachdem die Grün-Weißen durch den Erfolg von GWD Minden am Freitag beim TBV Lemgo für 24 Stunden wieder auf einen Abstiegsplatz gerutscht waren, kletterten sie nun – bei noch vier ausstehenden Partien – zurück auf Rang 16, der am Ende für ein weiteres Erstliga-Jahr reichen würde.













