HBL
Wetzlar sichert sich Big Points im Kampf um den Klassenerhalt gegen den BHC
HSG Wetzlar vs. Bergischer HC - Game Highlights
Foto: Vogler
Am Sonntagabend sichert sich die HSG Wetzlar vor ausverkauftem Haus in der Buderus Arena einen wichtigen Heimsieg. Gegen den Bergischen HC setzen sich die Hausherren in einer umkämpften Partie mit 33:29 (15:15) durch und klettern damit erstmals seit Monaten wieder auf einen Nicht-Abstiegsplatz.
Die Fans sorgten von Beginn an für eine elektrisierende Atmosphäre. Erstmals in dieser Saison war kein Ticket mehr für ein HSG-Heimspiel erhältlich, zudem hatten die Anhänger auf der Stehplatztribüne eine kleine Choreografie vorbereitet. Der Rahmen stimmte – der Start allerdings überhaupt nicht.
Der Bergische HC, der am vergangenen Wochenende mit Platz zwei beim Final Four um den DHB-Pokal überzeugt hatte, knüpfte nahtlos an diese Leistung an. Mit einer aggressiven Defensive und variablen Angriffsaktionen setzten sich die Gäste früh auf 5:1 ab (7.). Wetzlars Trainer Rúnar Sigtryggsson reagierte und stellte seine Rückraumreihe komplett um. Mit Philipp Ahouansou auf Halblinks, Justin Müller in der Mitte und Niklas Theiß im rechten Rückraum wurde das Angriffsspiel der Hausherren deutlich zielstrebiger.
Mit einer besseren Chancenverwertung wäre der Ausgleich bereits früher möglich gewesen, so dauerte es bis zur 23. Minute: Josip Simic, der am Ende mit neun Treffern bei neun Versuchen glänzte, traf per Doppelschlag zum 11:11. Bis zur Pause blieb die Partie ausgeglichen (15:15).
Nach dem Seitenwechsel fiel dann die Vorentscheidung. BHC-Trainer Markus Pütz sprach später von einem „Blackout“ seiner Mannschaft: Nach dem 16:16 (31.) setzte sich Wetzlar mit einem 8:0-Lauf bis zur 45. Minute auf 24:16 ab.
Justin Müller lenkte das Spiel klug, setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene, Niklas Theiß machte den Ball schnell, während Ahouansou hochprozentig abschloss. In der Defensive arbeitete die Mannschaft geschlossen, sodass es für Andreas Palicka im Tor einfacher wurde, sich auszuzeichnen. Mehrfach parierte er in dieser Phase entscheidend. Zudem setzte Anadin Suljakovic mit drei gehaltenen Siebenmetern im zweiten Durchgang wichtige Akzente.
Die Zuschauer feierten es und halfen dem Team auch durch die schwierigen Phasen, die tatsächlich noch kamen. Das 30:25 durch Philipp Ahouansou (55.) brachte noch keine endgültige Entscheidung. Der BHC kämpfte sich zurück und kam beim Stand von 28:31 erneut in Ballbesitz. Zudem musste Ahouansou eine Zeitstrafe hinnehmen. Der Vize-Pokalsieger witterte 80 Sekunden vor Schluss noch einmal seine Chance. Doch der Versuch von Kim Voss-Fels landete am Pfosten und in den Armen von Tristan Kirschner. Als schließlich Simic zum 32:28 traf, war die Partie entschieden – der Rest war ein grün-weißer Freudentaumel.
„Genauso, wie wir heute aufgetreten sind, müssen wir weitermachen. Das wird der Schlüssel dafür sein, dass wir am Saisonende auf einem Nicht-Abstiegsplatz stehen“, sagte Wetzlars Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf nach seinem ersten Heimsieg im Amt.













