Hinzu kommt eine weitere große Stärke. Kein Team ging so sorgfältig mit dem Ball um wie der SCM. Lediglich 13,1 Prozent aller Angriffe endeten mit einem Ballverlust. Seit entsprechende Daten erfasst werden, gab es nur zwei Kieler Mannschaften, die minimal bessere Werte erreichten.
Qualität statt Quantität
Trotz dieser herausragenden Effizienz stellte Magdeburg weder den torreichsten noch den schnellsten Angriff der Liga. Der Grund liegt im Spieltempo.
Während die Füchse Berlin und die SG Flensburg-Handewitt auf deutlich mehr Ballbesitze pro Spiel kamen, spielte der SCM kontrollierter. Die eigenen Angriffe dauerten durchschnittlich 34,3 Sekunden. Gleichzeitig zwang die Magdeburger Defensive ihre Gegner zu den zweitlängsten Ballbesitzphasen der Liga.
Dadurch kam der SCM auf lediglich 51,4 Ballbesitze pro Spiel und damit auf einen der niedrigsten Werte der Liga. Die Füchse Berlin hatten beispielsweise rund zehn Prozent mehr Angriffe pro Partie und damit automatisch mehr Gelegenheiten, Tore zu erzielen.
Um diesen Effekt herauszurechnen, bietet sich die Kennzahl „Tore pro 50 Ballbesitze“ an. Hier lag Magdeburg mit 31,9 Treffern klar auf Platz eins der Liga.
Tatsächlich war der Angriff des SCM damit sogar der effizienteste seit Beginn der verfügbaren Datenerfassung im Jahr 2019/20. Kein anderes Team erreichte bislang einen besseren Wert.












