HBL
Topspiel am Sonntagabend: Die Ouvertüre fürs DHB-Pokal-Halbfinale
Foto: Voigt
Am Sonntag empfängt der TBV Lemgo Lippe die Füchse aus Berlin zum Topspiel des 28. Spieltags der DAIKIN HBL. Sechs Tage später treffen beide Teams im Pokal-Halbfinale wieder aufeinander. An das Hinspiel hat vor allem Florian Kehrmann beste Erinnerungen.
Manchmal meint es der Spielplangestalter besonders gut – wenn sich zwei Mannschaften in kürzester Zeit zweimal gegenüberstehen. Im Topspiel des 28. Spieltags der DAIKIN Handball-Bundesliga kommt es am Sonntag (18:00 Uhr, live bei Dyn) zum Verfolgerduell TBV Lemgo Lippe gegen die Füchse aus Berlin. Die Brisanz, wenn der Sechste den Dritten empfängt – speziell mit Blick auf die Europapokalplätze - ist eigentlich schon groß genug, aber dieses Duell ist zudem noch die „Generalprobe“ für das nächste Aufeinandertreffen sechs Tage später beim Lidl Final4 um den DHB-Pokal in der Kölner LANXESS arena. Im ersten Halbfinale (15:45 Uhr, live bei Dyn und der ARD) stehen sich beide Klubs wieder gegenüber.
„In Köln kann alles passieren“, sagt Frederik Simak, der 2020 von den Füchsen nach Lemgo kam, gleich in seiner ersten Saison Pokalsieger wurde und nach dieser Spielzeit wieder in die Hauptstadt zurückkehrt. Lemgo hat den Pokal bislang viermal gewonnen, die Füchse einmal – und am 18. April in Köln stehen sich beide Teams erstmals bei einem Final4 gegenüber.
Aber zunächst einmal wartet die Liga – und da schwächelte der TBV zuletzt etwas, speziell zuhause. Nur zwei Siege gelangen dem TBV Lemgo Lippe in den acht Partien nach der EM-Pause, zuletzt verlor das Kehrmann-Team zweimal zuhause gegen Göppingen (27:30) und Melsungen (26:27). Der ehemalige Tabellendritte ist nun Sechster mit 35:19 Punkten. Zwei Punkte liegt der TBV hinter dem fünften Platz (aktuell THW), der die sichere Qualifikation für den Europapokal bedeutet. Anders die Füchse, die zehn ihrer elf letzten Partien gewannen, aber das Topspiel gegen Tabellenführer Magdeburg verloren. Aktuell trennen den TBV und die Füchse sieben Punkte.
Das sah nach dem Hinspiel ganz anders aus: Lemgo feierte in der Max-Schmeling-Halle mit dem 34:33 den ersten Sieg in Berlin seit 2009 und zog an den Füchsen vorbei, für Florian Kehrmann war es der erste Sieg überhaupt als Trainer in dieser Halle. „Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft. Natürlich ist das ein sehr, sehr schöner Moment. Das war eine der wenigen Hallen, wo ich als Trainer noch nicht gewonnen habe. Das ist dann schon, wenn man ein bisschen länger dabei ist als Trainer, was ganz Besonderes heute“, sagte Kehrmann nach dem Spiel. Die Füchse verloren nach dieser Partie am 30. November nur noch zwei DAIKIN HBL-Spiele – gegen Flensburg und den SCM.
Die Statistik spricht ebenfalls für die Berliner, die 27 der bisherigen 40 Ligaduelle gegen den TBV gewonnen haben, zuhause gelang Lemgo im Juni 2023 der letzte Heimsieg gegen die Füchse, in der Vorsaison gab es ein Remis in Ostwestfalen. Aber das ist alles Schall und Rauch, wenn es innerhalb von einer Woche zum Doppel-Duell kommt. Und da könnte eine Position entscheidend sein: das Tor: Lemgos Schlussmann Constantin Möstl (215 Paraden) war nicht nur im Hinspiel in Berlin der Matchwinner, sondern zeigte sich zuletzt in starker Form. Aber auch das Berliner Duo Lasse Ludwig/Dejan Milosavljev steht in der Statistik bei zusammen 352 abgewehrten Bällen.













