HBL
Hamburg schlägt Aufsteiger aus Minden
Handball Sport Verein Hamburg vs. GWD Minden - Game Highlights
Foto: Huter
Der Handball Sport Verein Hamburg bezwang am Sonntag den Aufsteiger GWD Minden. Nach einem knappen Rückstand zur Pause (15:16) konnten die Hansestädter im zweiten durchgang aufdrehen und schlugen die Grün-Weißen mit 32:26.
Der Handball Sport Verein Hamburg erwischte einen richtig guten Start in die Partie gegen GWD Minden. Mit viel Tempo, Emotionen und großer Entschlossenheit legte der HSVH los und zwang die Gäste bereits nach fünf Minuten beim Stand von 4:1 zur ersten Auszeit. Sinnbildlich für diesen Raketenstart stand eine Szene von Elias Kofler, der zunächst selbst traf und sich im direkten Anschluss den Ball in der Abwehr erkämpfte – die Sporthalle Hamburg war früh auf Betriebstemperatur. Nach diesem starken Beginn fand jedoch auch Minden mit etwas Verzögerung besser in die Begegnung. Der HSVH ließ in der Offensive zunehmend gute Chancen liegen und erlaubte den Gästen in der Defensive zu einfache Abschlüssen. Nach zehn Minuten war die Partie beim Stand von 6:6 wieder ausgeglichen. Besonders GWD-Keeper Malte Semisch erwies sich nun als sicherer Rückhalt und parierte unter anderem freie Würfe von Casper U. Mortensen und Frederik Bo Andersen. Nicolaj Jørgensen brachte Hamburg mit seinem dritten Treffer noch einmal mit 7:6 in Führung, doch wenig später glich Mindens Rechtsaußen Max Staar aus. In der 14. Minute übernahm GWD erstmals die Führung (9:8). Beim Stand von 8:10 reagierte HSVH-Trainer Torsten Jansen nach knapp 15 Minuten mit seiner ersten Auszeit, denn von der Dominanz der Anfangsphase war zu diesem Zeitpunkt kaum noch etwas zu sehen.
Mitte der ersten Halbzeit feierte Einar Ólafsson sein Comeback im Innenblock. Zwar konnte Mohamed El-Tayar einige wichtige Paraden zeigen, doch Frederik Bo Andersen scheiterte per Siebenmeter erneut an Semisch. Minden behauptete seine Zwei-Tore-Führung. Mit Azat Valiullin kam bei Minden ein alter Bekannter auf ungewohnter Position am Kreis ins Spiel. Zunächst verhinderte El-Tayar mit einer spektakulären Parade dessen ersten Treffer an alter Wirkungsstätte, wenig später war der Valiullin jedoch erfolgreich und erhöhte auf 15:12 – erstmals eine Drei-Tore-Führung für GWD. Da Andreas Magaard weiterhin mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, kam Maximilian Botta am Kreis zum Einsatz. Er benötigte nur wenige Sekunden, um ein schwieriges Anspiel von Jacob Lassen zu verwerten und mit seinem zweiten Saisontreffer auf 14:15 zu verkürzen (28. Minute). Mit einem knappen 15:16-Rückstand ging der HSVH schließlich in die Halbzeitpause.
Der HSVH kam mit viel Energie aus der Kabine. Nicolaj Jørgensen und Frederik Bo Andersen sorgten mit zwei schnellen Treffern für den 17:17-Ausgleich, zudem präsentierte sich Hamburg sofort deutlich griffiger in der Abwehr. Andersen war es wenig später auch, der zur 18:17-Führung traf. Wie bereits zu Beginn der Partie legte der HSVH einen furiosen Start hin und eröffnete die zweite Halbzeit mit einem 3:0-Lauf. Zwei Treffer von Jacob Lassen sowie ein Comeback-Tor von Einar Ólafsson hielten Hamburg zunächst in Führung, nach 36 Minuten stand es 21:20. Doch erneut schlichen sich Fehler ins Spiel des HSVH ein. Ballverluste im Angriff ermöglichten es Minden, die Partie durch einen Treffer von Philipp Vorlicek zum 22:21 erneut zu drehen.
Angeführt von einem starken Mohamed El-Tayar startete Hamburg daraufhin einen entscheidenden Zwischenspurt, der das Spiel klar in Richtung der Hamburger kippen ließ. Moritz Sauter brachte den HSVH mit einem sehenswerten Treffer nach 40 Minuten zurück in Führung. El-Tayar untermauerte diese mit wichtigen Paraden, ehe Jacob Lassen auf 24:22 erhöhte. Zwei weitere Paraden des HSVH-Keepers sowie ein präziser Wurf von Sauter in den Winkel sorgten für das 25:22 (43.). Kurz darauf baute Sauter den Vorsprung sogar auf 26:22 aus – erstmals lag Hamburg mit vier Toren vorne. Spätestens jetzt hatte der HSVH die Kontrolle über das Spiel übernommen. Mit seiner 13. Parade nach 51 Minuten hielt El-Tayar den Vorsprung fest, ehe Frederik Bo Andersen und Casper U. Mortensen mit ihren Treffern auf 30:23 stellten (52.) – die höchste Führung der Partie. Den Hamburgern gelang in dieser Phase innerhalb von 14 Minuten ein 9:1-Lauf, der für den uneinholbaren Vorsprung sorgte, mit dem der HSVH dann in die Schlussminuten gehen konnte. Niklas Weller setzte anschließend Moritz Sauter in Szene, der zum 31:24 traf. In der Schlussphase erhielt auch Tom Gadza Einsatzzeit auf Rückraum rechts. Für den emotionalen Höhepunkt sorgte jedoch ein besonderes Comeback: In der 57. Minute betrat Dominik Axmann erstmals seit über neun Monaten wieder das Spielfeld. Die Sporthalle Hamburg erhob sich, Gänsehautmoment inklusive. Axmann durfte die letzten 2:30 Minuten mitwirken.
Am Ende gewann der HSVH ein umkämpftes Duell gegen Aufsteiger GWD Minden mit 32:26, Mohamed El-Tayar kam auf starke 15 Paraden und eine Quote von 37 Prozent.













