HBL
HC Erlangen ringt Rhein-Neckar Löwen nieder
HC Erlangen vs. Rhein-Neckar LÖwen - Game Highlights
Foto: HC Erlangen
Der HC Erlangen feiert beim 29:27 gegen die Rhein-Neckar Löwen einen knappen Heimsieg. Durch eine Leistungssteigerung nach der Pause verdient sich der HCE den Heimsieg und springt auf den 13. Tabellenplatz.
Wer Ostersonntag nicht in der ausverkauften ARENA war, hat definitiv etwas verpasst! In einem Spiel, das eigentlich kein Drehbuch mehr brauchte, hat der HC Erlangen gezeigt, was mit purem Willen möglich ist. Trotz einer arg gebeutelten Besetzung haben die Jungs eine Leidenschaft aufs Parkett gezaubert, die jeden Fan von den Sitzen gerissen hat. Am Ende leuchtete ein triumphales 29:27 von der Anzeigetafel.
Dabei zeigten auch die Rhein-Neckar Löwen von Beginn an, warum sie zu den Großen der Liga gehören. Zwar brachte Tin Herceg die Halle mit einer frühen Siebenmeter-Parade direkt zum Kochen, doch die Gäste blieben cool und erarbeiteten sich eine verdiente 13:10-Pausenführung. Wer da in der Pause dachte, der HCE würde den Kopf in den Sand stecken, wurde kurz darauf eines Besseren belehrt.
Was dann folgte, war kein gewöhnlicher Wiederanpfiff, sondern ein Orkan! Wie verwandelt stürmte der HCE aus der Kabine und brannte einen 5:0-Lauf in den Hallenboden. In bester Türsteher-Manier riegelte die Defensive das Tor ab und allmählich versank die ARENA in purer Ekstase. Als Firnhaber am Kreis wühlte und Nissen aus dem Rückraum einschlug, gab es auf den Rängen kein Halten mehr – das Momentum war rot-blau eingefärbt!
In der Crunchtime wurde es dann richtig dramatisch. Die Löwen bewiesen ihre Klasse, kämpften sich durch Kohlbacher und Thrastarson immer wieder heran und machten aus der Schlussphase einen echten Krimi. Doch der HCE hatte an diesem Tag auf jede Frage die passende Antwort: Rúnarsson verwandelte seine Siebenmeter mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks und die Halle eskalierte komplett, als Bialowas den Abpraller zum Vorentscheid versenkte.
Mit dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr – eine einzige Explosion aus Erleichterung und purem Stolz. Das war kein Sieg der Taktik, das war ein Sieg des Erlanger Herzens und der fantastischen Fans, die durch dieses Spiel getragen haben. Was für ein Handballfest, was für ein Osterfeuer – schlichtweg eine Kollektivleistung zum Feiertag.













