HBL
Kellerduell: Wetzlar und Stuttgart trennen sich mit Remis
HSG Wetzlar vs. TVB Stuttgart - Game Highlights
Foto: Vogler
Nach dem 31:31 (16:16) zwischen dem TVB Stuttgart und der HSG Wetzlar wusste am Ende keiner so recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. Während Stuttgart den letzten Angriff liegen ließ, vergab Wetzlar in der Schlussphase mehrere Chancen auf den möglichen Sieg.
Es entwickelte sich an Gründonnerstag von Beginn an eine enge Partie, in der es beiden Abwehrreihen nur selten gelang, die gegnerische Mannschaft effektiv zu stellen. Die HSG Wetzlar gefiel mit einem variablen, dynamischen Angriffsspiel, schaffte es aber eben viel zu selten, die Stuttgarter in ihren Offensivbemühungen zu kontrollieren. Auch wenn die Hausherren viel Einsatz zeigten, immer wieder schafften es die im Eins-gegen-eins enorm starken Schwaben den Ball so zu transportieren, dass ein Akteur frei zum Abschluss kam. So lag der Tabellenzwölfte fast über die gesamte Partie in Führung. Im ersten Durchgang erarbeitete sich der TVB mehrmals einen Zwei-Tore-Vorsprung (4:2, 7:5, 9:7), doch nach einigen gelungenen Abwehraktionen lag in der 26. Minute auf einmal die HSG Wetzlar mit 15:13 in Front. Die über 4000 HSG-Fans jubelten, doch die Grün-Weißen konnten das Momentum nicht nutzen. Zur Pause stand es unentschieden.
So eng und ausgeglichen ging es im zweiten Durchgang weiter. Zwar zogen die Stuttgarter in der 41. Minute auf 23:20 davon, doch beim 26:26 (50.) erzielte Dominik Mappes den erneuten Ausgleich. Nun war es ein Hin und Her. Knapp vier Minuten vor dem Ende warf Josip Simic die Hausherren beim 30:29 in Front. Stuttgart egalisierte postwendend durch Simone Mengon. Die HSG hatte die Chance, wieder vorzulegen. Doch der Druck, der auf den Wetzlarern in diesem „Muss-Spiel“ lag, war bis an die Decke der Buderus Arena zu spüren. Es gelang kein guter Abschluss, so dass die Schwaben exakt 110 Sekunden vor dem Ende wieder in Ballbesitz kamen und durch den Ex-Wetzlarer Lenny Rubin erneut vorlegten. In der Schlussminute holte HSG-Linkshänder Stefan Cavor einen Siebenmeter heraus, den Tristan Kirschner nervenstark zum 31:31 verwandelte. Die Uhr zeigte eine Restspielzeit von 40 Sekunden. Die Grün-Weißen verteidigten mit allem, was sie hatten, und zwangen Rubin zu einem letzten Wurf, den Anadin Suljakovic aber parierte. Zwar wechselte der Ballbesitz noch einmal und die HSG nahm eine Auszeit. Doch angesichts von nur zwei Sekunden bis Spielende, reichte es nicht mehr, eine gefährliche Möglichkeit herauszuspielen. So blieb es beim Remis.













