HBL
TBV Lemgo Lippe besiegt HSV Hamburg
TBV Lemgo Lippe vs. Handball Sport Verein Hamburg - Game Highlights
Foto: TBV Lemgo Lippe
Starke Heimserie in der DAIKIN Handball-Bundesliga: Der TBV Lemgo Lippe gewinnt am 23. Spieltag vor heimischem Publikum 39:32 (18:15) gegen den HSV Hamburg und bleibt damit seit sechs Partien in der Heim-Spielstätte ungeschlagen. Mit dem Sieg sammelt der TBV wichtige Punkte im Kampf um die internationalen Tabellenplätze
Nach einer kurzen Abtastphase entwickelte sich rasch ein intensives Spiel. Hatte der TBV gegen die Rhein-Neckar Löwen noch drei Siebenmeter liegen lassen, zeigte sich Samuel Zehnder an diesem Tag wieder gewohnt sicher und brachte seine Mannschaft von der Marke mit 2:1 in Führung (4.). In der Offensive ließen die Lemgoer Handballer den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen und erspielten sich somit immer wieder freie Würfe. Vor allem Kapitän Tim Suton hatte sich viel vorgenommen und erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 6:4 (10.). Auch Constantin Möstl fand stark ins Spiel und brachte die Phoenix Contact-Arena mit einer Doppelparade gegen Weller und Bo Andersen erstmals zum Kochen (11., 7:4).
Der HSVH fand zunächst kein Mittel gegen das Lemgoer Angriffsspiel, weshalb sich Torsten Jansen nach 14 Minuten zur ersten Auszeit der Begegnung gezwungen sah (10:6). Der Hamburger Trainer schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Der HSVH kämpfte sich in der Folge in die Begegnung und verkürzte nach 23 Minuten durch Kapitän Weller auf 12:10. Doch erneut Suton und Zehnder hatten die passende Antwort parat und sorgten schnell für die alte Vier-Tore-Führung (25., 14:10). Aber die Hanseaten hatten sich nun festgebissen und kamen durch den Ex-Lemgoer Azat Valiullin wenige Sekunden vor dem Ende erneut auf 17:15 heran. Frederik Simak agierte jedoch gedankenschnell und traf von der Mitte ins leere Hamburger Tor zum 18:15-Pausenstand.
Der HSVH kam mit viel Druck aus der Halbzeit und drängte früh auf den Ausgleich. HSVH-Spieler Lassen verkürzte nach 37 Minuten auf 21:20 – auch weil dem TBV in der Abwehr der Zugriff gegen die starken Eins-gegen-Eins-Spieler der Hamburger und das exzellente Sieben-gegen-Sechs-Spiel fehlte. Doch immer, wenn der TBV gefordert war, war er zur Stelle. So auch dieses Mal: Möstl durchbrach mit zwei wichtigen Paraden den Sturmlauf der Gäste (39., 22:20) und ebnete den Weg zurück zur Vier-Tore-Führung (41., 24:20). Der TBV verpasste es jedoch abermals den Vorsprung noch komfortabler auszubauen, sodass sich der HSVH ein weiteres Mal auf zwei Tore herankämpfte (50., 28:26).
Kehrmann reagierte mit einer Auszeit und durfte in der Folge mit anschauen, wie sich sein Team in den Schlussminuten in einen Rausch spielte. Nach 54 Minuten sorgte Hendrik Wagner für die erste Fünf-Tore-Führung des Abends und ließ alle Zweifel über den Sieger in Luft auflösen. Die Gegenwehr der Gäste war gebrochen und die Lipper drückten weiter aufs Gaspedal. Adam Nyfjäll sorgte mit seinem zweiten Tor für den in der Höhe etwas zu deutlich ausgefallenen, letztendlich aber hochverdienten 39:32-Heimerfolg. Bester Werfer war mit zehn Toren Suton.













