HBL
Intensives Duell zwischen Lemgo und Kiel endet Remis
TBV Lemgo Lippe vs. THW Kiel - Game Highlights
Foto: Cohen
Zum Hinrundenabschluss duellierten sich der TBV Lemgo Lippe und der THW Kiel bis zum Ende auf Augenhöhe - das resultierte in einem leistungsgerechten 23:23. In einer wahren Abwehrschlacht waren vor allem Constantin Möstl und Andreas Wolff die spielbestimmenden Figuren, die ihrem Team jeweils einen Punkt sicherten.
Vor 4.520 Fans in der ausverkauften Phoenix Contact-Arena musste TBV-Trainer Florian Kehrmann erneut auf Adam Nyfjäll verzichten. Wieder fit meldete sich hingegen Co-Trainer Matthias Struck.
„Eine Kopie des Flensburg-Spiels wird es nicht geben“, war sich Kehrmann vor dem Duell bewusst, dass der TBV heute erneut neue Lösungen und Wege finden muss, um dem nächsten Team aus dem Norden die Stirn zu bieten. Anders als die SG-Spieler, zeigten sich die THW-Handballer von der ersten Sekunde an hochfokussiert und hellwach. Vor allem einer hatte scheinbar keine Lust, sich in die Reihe der Spitzenteams einzureihen, die zuletzt gegen den TBV gestrauchelt sind: Andi Wolff. Der deutsche Nationalkeeper präsentierte sich in den ersten Minuten als absoluter Stimmungskiller und sollte bereits nach sechs Minuten vier Paraden aufweisen (6., 2:1). Immer wieder mühten sich die Lemgoer im Angriff an der körperlich starken Kieler Abwehr auf, während Reinkind die THW-Überzahl nutzte, um auf 3:6 davonzuziehen (12.). Möstl war es, der in dieser Phase schlimmeres verhinderte und sowohl gegen Dahmke als auch gegen Skipagötu den TBV im Rennen hielt (15., 3:6). Doch in der Folge kämpften sich die Lipper auch offensiv immer besser in die Begegnung und ließen den THW durch eine unfassbare Abwehrarbeit verzweifeln. Als Schagen Hutecek per Kempa bediente und dieser zum 9:9-Unentschieden traf, bebte die Halle (28.). Als dann auch noch Zerbe an alter Wirkungsstätte den Siebenmeter nur an die Latte setzte, sorgte Zehnder für die 10:9-Halbzeitführung.
Im zweiten Durchgang erwischte der TBV einen Start nach Maß und zog dem THW, auch dank eines immer stärker werdenden Möstls, der mit seiner zehnten Parade mit Wolff gleichzog (42., 15:11), davon. Doch der THW kämpfte sich immer wieder heran, auch als Hutecek mit einem wuchtigen Wurf aus dem Rückraum zum 20:17 (51.) traf. Denn durch einfache Fehler ebnete der TBV den Zebras den Weg zurück in die Begegnung – und die nahmen dankend an: Dahmke glich nach 54 Minuten zum 20:20 aus. In den Schlussminuten war es dann einmal mehr Wolff, der sein Team im Spiel hielt und am Ende 15 Paraden beitragen sollte. Niels Versteijnen, beim letzten Heimspiel gegen Kiel noch tragischer Held, sollte jedoch in einer hitzigen Crunchtime die Nerven behalten und 15 Sekunden vor dem Ende den 23:23-Ausgleich erzielen. Einem letzten Angriff der Zebras hielt die bärenstarke TBV-Abwehr stand. Bester Lemgoer Werfer war am Sonntagnachmittag Samuel Zehnder mit acht Toren.













